Euro leicht im Plus

9. Dezember 2014, 17:15
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Frankfurt am Main - Der Euro hat am Dienstag deutlich zugelegt und die Marke von 1,24 US-Dollar übersprungen. Händler erklärten die Gewinne mit einer allgemeinen Dollar-Schwäche. Am Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,2448 Dollar und stand damit deutlich höher als in der Früh.

Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2369 (Montag: 1,2258) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8085 (0,8158) Euro.

Am Devisenmarkt zeigte sich seit dem Vormittag eine allgemeine Dollarschwäche. Die US-Währung stand unter Verkaufsdruck. Neben dem Euro konnten nahezu alle wichtigen Währungen im Vergleich zum Greenback zulegen. "Am Markt wird derzeit etwas Luft aus der Dollar-Blase abgelassen", kommentierte Experte Sebastian Sachs vom Bankhaus Metzler den Handel. Zuvor hatten Spekulationen auf eine erste Zinserhöhung in den USA und Hinweise auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone dem Dollar im Handel mit dem Euro starken Auftrieb gegeben.

Noch am Morgen war der Euro nach einem Bericht des "Wall Street Journal" zeitweise unter 1,23 US-Dollar gefallen. Nach Informationen der Zeitung könnte die US-Notenbank Fed schon bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Weichen Richtung Zinserhöhung stellen. Demnach könnte die Aussage wegfallen, dass der Leitzins für einen "beträchtlichen Zeitraum" auf dem Rekordtief bleibt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79015 (0,78450) britische Pfund, 148,02 (148,45) japanische Yen und 1,2021 (1,2023) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1.227,00 (1.193,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.850,00 (30.800,00) Euro. (APA, 9.12.2014)

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