Ferguson: Bürgermeister will Stadt nach Protesten versöhnen

1. Dezember 2014, 08:01
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Obama berät mit Kabinett und Bürgerrechtlern - Bundesprogramme sollen überprüft werden

Washington/Ferguson - Der Bürgermeister von Ferguson will die US-Kleinstadt nach den schweren Protesten gegen Polizeigewalt rasch wieder aufbauen und versöhnen. Die Stadtregierung verpflichte sich dazu, Ferguson "wieder aufzubauen", damit es wieder eine wachsende Gemeinde mit wirtschaftlicher Entwicklung und Stabilität für die Einwohner werde, sagte James Knowles am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Dazu arbeite die Stadt mit örtlichen und regionalen Partnern zusammen, so Knowles. Die Stadt nahe St. Louis im Staat Missouri war Schauplatz schwerer Krawalle und Plünderungen, nachdem eine Grand Jury vor einer Woche entschieden hatte, dass sich der weiße Polizist Darren Wilson nicht für die tödlichen Schüsse auf einen schwarzen Teenager verantworten muss. Der 18-jährige Michael Brown war Anfang August in Ferguson erschossen worden. Wilson quittierte inzwischen seinen Dienst bei der Polizei.

Die Verbindungen zu Wilson seien "gekappt" worden, sagte Bürgermeister Knowles. Er hoffe, dass die Menschen verstünden, dass die Stadt dabei sei, sich zu wandeln und dass sich dies einend auf die Gemeinde auswirken könne. Er versprach zudem eine Umstrukturierung der Polizei in Ferguson. Die Beamten sind vornehmlich weiß, obwohl die Bevölkerung in Ferguson überwiegend schwarz ist.

Obama berät über Entwicklung nach Todesschüssen

US-Präsident Barack Obama will am Montag mit seinem Kabinett und Bürgerrechtlern über die Entwicklung nach den Todesschüssen in der Kleinstadt Ferguson beraten. Bei den Gesprächen sollen unter anderem Bundesprogramme überprüft werden, die Ausrüstung für lokale Vollzugsbehörden vorsehen, wie das Präsidialamt am Sonntag mitteilte.

Zudem wolle der Präsident darüber diskutieren, wie das Vertrauen zwischen den Strafverfolgungsbehörden und Gemeinden verbessert und die Nachbarschaft gestärkt werden könne. (APA, 1.12.2014)

Die letzten Videos zum Protest:

storyful, instagram/kenetha hillman
Demonstranten blockierten am 30. November einen Highway in Washington.
storyful, instagram/shawta jackson
Danach gab es mehrere Festnahmen.
  • Die Flood Christian Church in Ferguson stand nach der Entscheidung der Grand Jury in Flammen.
    foto: reuters/adrees latif

    Die Flood Christian Church in Ferguson stand nach der Entscheidung der Grand Jury in Flammen.

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