Nicole Hosp gewinnt Slalom in Aspen

30. November 2014, 21:57
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Zettel Dritte und neue Gesamtweltcup-Führende - Shiffrin fiel von Platz eins auf fünf zurück

Aspen - Von Platz sieben zum Sieg: Nicole Hosp hat am Sonntag überraschend den Slalom in Aspen für sich entschieden. Die ÖSV-Technikerin setzte sich 19 Hundertstel Sekunden vor der Schwedin Frida Hansdotter und 95 Hundertstel vor Kathrin Zettel durch, die nun im Gesamtweltcup die Nase vorn hat. Die Halbzeitführende Mikaela Shiffrin (USA) musste sich in der Endabrechnung mit Rang fünf (+1,08) begnügen. Auf Rang sieben landete Michaela Kirchgasser. Zehnte wurde Bernadette Schild.

Für die ÖSV-Damen war es im vierten Saisonrennen bereits der dritte Sieg. Während die 19-jährige US-Olympiasiegerin nach der nur 19. Laufzeit in der Entscheidung weiter auf ihren ersten Heimsieg warten muss, lieferten die ÖSV-Damen das perfekte Aspen-Wochenende ab.

Zwölfter Weltcupsieg

In der Entscheidung patzte neben Shiffrin auch die zur Halbzeit zweitplatzierte, slowenische Levi-Siegerin Tina Maze, somit war der Weg für die Bichlbacherin frei, die mit Laufbestzeit im Finale zu ihrem zwölften Weltcupsieg raste. Dem ersten seit vielen Jahren. Zuletzt hatte Hosp im Jänner 2008 in Maribor einen Torlauf gewonnen.

"Das war ein perfekter Lauf", jubelte Hosp, die den ersten Durchgang noch verpatzt hatte. "Ich habe einfach gute Leute an meiner Seite", erklärte die Team-Seniorin nach dem Verarbeiten der ersten Tränen im Zielraum.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2006/2007 sprach damit ihren Servicemann sowie ihren Lebensgefährten Roland an. "Die arbeiten einfach super zusammen, die haben immer an mich geglaubt", sagte Hosp. "Ich habe mich seit vielen Jahren endlich wieder einmal ohne Verletzung vorbereiten können und bin topfit. Das macht's einfach aus."

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum zeigte sich von der Leistung der Tirolerin überrascht. "Dass wir so schnell nach dem Schild-Rücktritt wieder eine Slalom-Siegläuferin haben, hätte ich nicht gedacht", so Pum.

Zettel Spezialistin für Aspen

Für Zettel gab es trotz "schwerer Beine" das bereits zehnte Podium in Aspen, so oft ist im Nobelstädtchen in Colorado noch niemand in die Top-3 gefahren. Nach dem dritten Podestplatz in Folge führt die Niederösterreicherin zudem im Gesamt-Weltcup 41 Punkte vor Shiffrin. "Aber das bedeutet zu diesem Zeitpunkt genau gar nichts. Jetzt kommen die ersten Speedrennen. Nichts ist gewonnen oder verloren", sagte Zettel.

Sechs ÖSV-Läuferinnen qualifizierten sich in Aspen für das 30er-Finale, darunter als 21. auch Brem. Die Tirolerin, die am Vortag im Riesentorlauf ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, wurde nach einem groben Fehler in der Entscheidung 25.

Die Riesenslalom-Spezialistin war trotzdem zufrieden. "Die Wolke sieben hat sich in der Nacht nicht so toll angefühlt. Ich war gefühlt jede halbe Stunde munter und bin zwar immer wieder mit dem Gedanken eingeschlafen, dass es wirklich passiert war, in der Früh war ich aber völlig fertig, müde und leer", gestand Brem.

Für die Alpin-Damen geht es nun nach Lake Louise zu den ersten Speed-Rennen des WM-Winters. In Kanada stehen zwei Abfahrten sowie ein Super-G auf dem Programm. US-Superstar Lindsey Vonn wird nach langer Verletzungspause ihr Comeback geben. (APA/red, 30.11.2014)

Ergebnis:

Slalom in Aspen

  • Nicole Hosp beendet eine lange Durststrecke.
    foto: ap/ alessandro trovati

    Nicole Hosp beendet eine lange Durststrecke.

  • Nach vielen Jahren ohne Sieg gilt es das Unerwartete zu realisieren.
    foto: ap/ alessandro trovati

    Nach vielen Jahren ohne Sieg gilt es das Unerwartete zu realisieren.

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