Netflix-Chef: Klassisches Fernsehen ist bis 2030 tot

30. November 2014, 18:50
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Reed Hastings hält wenig von Quotenmessung für Streaming-Services

Nachdem das Marktforschungsunternehmen Nielsen angekündigt hat, Zuseherquoten für die von Netflix selbst produzierte Serie "Orange is the new Black" zu erheben, hat nun der Chef des Streaming-Dienstleisters reagiert. Er ist der Ansicht, dass die ermittelten Zahlen kaum Relevanz haben werden.

Der Grund: Nielsen will die Serie anhand ihres Audiomusters identifizieren, wenn sie auf den Fernsehern der Befragungsteilnehmer läuft. Da aber keine mobilen Geräte erfasst werden, ist die Messung nach Ansicht von Reed Hastings nicht aussagekräftig. Denn auf Smartphones und Tablets würde mittlerweile sehr viel Fernsehunterhaltung konsumiert, argumentierte er kürzlich im Rahmen eines Branchentreffens in Mexiko City, wie der Hollywood Reporter schreibt.

Noch 15 Jahre für das klassische Fernsehen

Gleichzeitig hat er auch eine düstere Prognose für das klassische Fernsehen parat. Er sieht Streaming-basierte On-Demand-Dienstleister auf dem Vormarsch. Sie würden den etablierten Betreibern Stück für Stück ihr Publikum streitig machen.

"Es ist wie einst mit dem Pferd, einst war es nützlich und heute haben wir das Auto", meint er. Seine Vorhersage: "Das Zeitalter des Rundfunkgs geht wahrscheinlich bis 2030 zu Ende." (gpi, derStandard.at, 30.11.2014)

  • In 15 Jahren endet das Zeitalter des klassischen Rundfunks, meint Reed Hastings.
    foto: apa

    In 15 Jahren endet das Zeitalter des klassischen Rundfunks, meint Reed Hastings.

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