Westbahn will Tickets am Schalter verkaufen

30. November 2014, 14:23
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Wegen Dumping-Angeboten an Präsenz- und Zivildiener - Westbahn will Tickets auch an Bahnhofsschaltern verkaufen dürfen

Wien - Die Westbahn hat in den vergangenen Wochen bei der Wettbewerbsbehörde zwei Beschwerden gegen die ÖBB eingebracht. Das berichtete "Die Presse" am Samstag.

Im ersten Fall wirft Westbahn-Chef Erich Forster den Staatsbahnen vor, den privaten Konkurrenten bei rabattierten Angeboten an Präsenz- und Zivildiener mit Dumpingpreisen zu unterbieten und sich das Geld dann vom Innenministerium zurückzuholen. Der andere Fall betrifft das Problem, dass die Westbahn ihre Fahrkarten nur im Internet verkaufen kann, nicht aber an Bahnhofsschaltern oder mit Automaten.

ÖBB-Chef Christian Kern zeigt sich in beiden Fragen versöhnlich. "Wenn die Westbahn Karten verkaufen möchte, die zu 85 Prozent rabattiert werden, dann werden wir das sicher nicht verhindern", wird Kern von der "Presse" zitiert. Er stellt der Westbahn auch die Möglichkeit in Aussicht, ihre Tickets an den Bahnhöfen zu verkaufen. "Die Infrastruktur dafür kostet natürlich Geld. Wenn die Westbahn bereit ist zu zahlen, werden wir vernünftig darüber reden können." (APA, 30.11.2014)

  • Der Westbahn-Kunde kauft seine Fahrkarte im Internet oder im Zug.
    foto: epa

    Der Westbahn-Kunde kauft seine Fahrkarte im Internet oder im Zug.

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