Costa Concordia: Meeresboden vor Giglio wird wieder hergestellt

29. November 2014, 14:43
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Reederei zahlt dafür 85 Millionen Euro - Schettino sagt am Dienstag vor Gericht aus

Rom/Grosseto - Der durch die Costa Concordia-Havarie in Mitleidenschaft gezogene Meeresboden vor der toskanischen Insel Giglio muss wiederhergestellt werden. Dafür wird die Betreiberin der 2012 havarierten Costa Concordia, Costa Crociere, 85 Millionen Euro ausgeben. Den Auftrag für die Wiederherstellung des Meeresboden wurde der italienischen Gesellschaft Micoperi vergeben, teilte Costa Crociere am Samstag mit.

Die Arbeiten für die Wiederherstellung des Meeresboden werden circa 15 Monate in Anspruch nehmen und bereits kommende Woche beginnen. Circa 150 Personen sollen dabei eingesetzt werden. Die Umwelt rund um die Insel soll von Meeresbiologen ständig überwacht werden. Die Gesellschaft Micoperi aus der Adria-Hafenstadt Ravenna hatte sich zusammen mit der US-Gruppe Titan bereits an der spektakulären Aufrichtung und Wegschleppung des Kreuzfahrtschiffes beteiligt.

Prozess in Grosseto

Inzwischen läuft in der toskanischen Stadt Grosseto der Prozess rund um die Havarie der Costa Concordia weiter. Am kommenden Dienstag soll erstmals seit Beginn des Prozesses im vergangenen Jahr Kapitän Francesco Schettino aussagen. Er muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Verlassen des Schiffes vor Gericht verantworten. Ihm drohen bis zu 25 Jahren Haft. Schettino hatte stets seine Unschuld beteuert.

Die Costa Concordia hatte am 13. Jänner 2012 bei einem riskanten abendlichen Manöver einen Felsen gerammt und war mit 4.229 Menschen an Bord nur wenige Meter vor der Toskana-Insel Giglio in Schieflage geraten. Bei dem Unglück starben 32 Menschen. An Bord befanden sich auch 77 Österreicher, die sich alle retten konnten. Die Costa Concordia wurde im vergangenen Juli nach einer spektakulären Aufrichtung zur Verschrottung nach Genua geschleppt. (APA, 29.11.2014)

  • Das Kreuzfahrtschiff ist zwar mittlerweile vor Giglio weg aber die Schäden am Meeresboden sind geblieben.
    foto: ap photo/gregorio borgia, file

    Das Kreuzfahrtschiff ist zwar mittlerweile vor Giglio weg aber die Schäden am Meeresboden sind geblieben.

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