Bund prüft alle bindenden Angebote 

29. November 2014, 13:14
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Nun "amtlich": Advent/EBRD ließen Deadline für Kaufvertrag verstreichen, daher kam Verkauf nicht zustande

Wien/Klagenfurt - Nachdem ein Abschluss zum Verkauf der Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken an das Konsortium Advent/EBRD zur Deadline (27. November) nicht zustande gekommen ist, muss Österreich in dem Verkaufsverfahren den Bieterprozess neu aufsetzen. Advent hatte ein weiteres Mal eine Frist zur Unterzeichnung des Kaufvertrags verstreichen lassen.

Am Freitag war bekannt worden, dass nun frühere Bieter wieder ins Rennen steigen können. Der US-Fonds Advent hat am Abend erklärt, sein Angebot für die Hypo-Südosteuropatöchter sei weiter aufrecht. Woran ein fristgerechter Vertragsabschluss scheiterte, wurde offengelassen.

Am Samstag hat sich das Finanzministerium geäußert und erklärt, dass in dem "fortgesetzten Verkaufsverfahren ... auch alle verbindlichen Anbote der derzeitigen Bieter berücksichtigt werden."

Das obliege der Bankenbeteiligungsgesellschaft Fimbag, die in Abstimmung mit der Republik das Verkaufsverfahren durchführt.

Das Bieterkonsortium Advent/EBRD habe das Verkaufsanbot für die Aktien der Hypo-Balkansparte (sie firmiert als Hypo Group Alpe Adria) innerhalb der dafür vorgesehenen Frist, nämlich bis 27.11.2014, nicht angenommen, schrieb das Ministerium am Samstag in seiner Aussendung. "Dadurch ist es nicht zur Veräußerung der Anteile an der Hypo Group Alpe Adria an das Bieterkonsortium Advent/EBRD gekommen."

Dass der Verkauf der bei der staatlichen Bankenbeteiligungsgesellschaft Fimbag geparkten Hypo-Balkansparte an Advent/EBRD vorerst geplatzt ist, war seit gestern Nachmittag bekannt. Die EU hat Österreich für einen Vertragsabschluss bis Juni 2015 Zeit gegeben. Österreich wollte den Deal aber bis Ende November über die Bühne gebracht haben. Daraus ist nichts geworden. Insider sprachen davon, dass jetzt der Reset-Knopf gedrückt wurde. (APA, 29.11.2014)

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