Salzburg will gegen WAC Vorsprung weiter ausbauen

29. November 2014, 11:50
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Bullen lechzen nach Revanche für 0:1 im September - Kühbauer: "Auf uns setzt keiner einen Cent"

Salzburg/Wolfsberg - In der Europa League hat Salzburg die Arbeit getan, in der Bundesliga will man am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins und Sky) nachlegen. Im direkten Duell soll vor allem der Vorsprung auf den ersten Verfolger WAC ausgebaut werden. Gewinnen die "Bullen", trennen die beiden Clubs bereits neun Punkte. Zudem sinnt Salzburg gegen die taumelnden Kärntner auf Revanche für das 0:1 Mitte September.

"Ich bin immer noch ein bisserl heiß", sagte Mittelfeldmann Stefan Ilsanker im Rückblick auf ein Spiel, nach dem erstmals in der Bundesliga-Historie eine Kärntner Mannschaft an der Ligaspitze stand. Spielerisch war Salzburg speziell nach Rot für Christopher Wernitznig kurz vor der Pause haushoch überlegen, zugleich aber ideenlos gewesen. Salzburg-Coach Adi Hütter sprach damals nach der dritten Pflichtspielniederlage en suite sogar von einer "Mini-Krise".

Davon ist derzeit keine Rede, "die Mannschaft hat ganz einfach eine positive Entwicklung gemacht", stellte Hütter am Freitag nach dem 3:1-Sieg bei Celtic Glasgow hochzufrieden fest. Die Favoriten gehen mit denkbar breiter Brust ins Heimspiel gegen den schwer angeschlagenen WAC, der nur einen Punkt aus den jüngsten fünf Spielen geholt, zuletzt drei Niederlagen in Folge kassiert und dabei ein mageres Tor (1:7) erzielt hat. Selbst bei einer Niederlage der Kärntner würden sich diese aber weiter auf Platz zwei befinden. Ob ein Sieg schon die Vorentscheidung in der Liga bedeuten würde, wollte Hütter nicht kommentieren. "Wir wollen jetzt diese restlichen drei Spiele positiv bestreiten. Erst dann möchte ich Bilanz ziehen", sagte der Vorarlberger.

"Die Mannschaft ist heiß auf Sonntag, weil wir im Wörthersee-Stadion zuletzt 1:0 verloren haben. Sie lechzt nach Revanche", versicherte Hütter, der wieder auf seine zurückgekehrten Außenverteidiger Andreas Ulmer und Christian Schwegler setzen kann. Ilsanker war aufgrund einer in Glasgow erlittenen Rissquetschwunde am Knie aber bis zuletzt fraglich. "Wir werden Vollgas geben und wollen unbedingt gewinnen", versicherte Letzterer und wollte sich auch von der aktuellen Misere des Gegners nicht blenden lassen: "Der WAC strauchelt momentan etwas in der Liga, trotzdem sind sie eine gute Mannschaft."

WAC-Coach Dietmar Kühbauer hat vor dem Duell des besten Heimteams mit dem zweitbesten Auswärtsteam nicht nur das Problem einer ins Trudeln geratenen Mannschaft. Mit Nemanja Rnic, Mario Sollbauer und Stefan Schwendinger sind drei Akteure gesperrt, die Innenverteidigung muss sich neu konstituieren. "Auf uns setzt zu recht keiner einen Cent. Aber das ist auch das Schöne, wir können nichts verlieren", meinte Kühbauer.

Beim jüngsten 0:2 gegen Wr. Neustadt vermisste der Burgenländer nicht zuletzt "die Bereitschaft, sich zu quälen" und zeigte sich "sehr, sehr enttäuscht". Daran erinnerte er vor dem Salzburg-Spiel erneut. "Wir sind nicht so schlecht, wie wir spielen", betonte Kühbauer, "aber wir müssen an unsere Grenzen gehen." (APA, 29.11.2014)

Red Bull Salzburg - Wolfsberger AC (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins, Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, SR Schörgenhofer). Saisonergebnisse 2013/14: 2:2 (h), 2:1 (a), 5:0 (h), 0:2 (a). Bisheriges Saisonergebnis: 0:1 (a).

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Ilsanker/Keita - Kampl, Bruno, C. Leitgeb - Soriano, Alan

Ersatz: Walke - Schmitz, Ankersen, Laimer, Caleta-Car, Roguljic, Sabitzer

Es fehlen: Schiemer (Verletzung im Beckenbereich), Quaschner (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Berisha (nach Kreuzbandriss), Rodnei (Adduktorenprobleme), Vorsah (Knieverletzung), Lazaro (Muskelverletzung)

Fraglich: Ilsanker (Rissquetschwunde am Knie)

WAC: A. Kofler - Standfest, Hüttenbrenner, Drescher, Baldauf - M. Weber, Putsche - Kerhe, P. Zulj, Jacobo - Silvio

Ersatz: Dobnik - Seebacher, Palla, Wernitznig, Berger, Simon, Trdina

Es fehlen: Sollbauer, Rnic, Schwendinger (alle gesperrt), Tschernegg, Seidl (beide verletzt)


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    foto: apa/eggenberger
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