Moskau kritisiert ukrainischen Truppenaufmarsch im Osten

28. November 2014, 21:15
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Vorwurf: OSZE berichte einseitig - Neuer Hilfskonvoi Moskaus soll am Sonntag ankommen

Moskau/Wien - Russland hat eine Konzentration ukrainischer Truppen im Konfliktgebiet Donbass kritisiert. Dies sei ein Verstoß gegen die vereinbarten Schritte zur Entspannung in der Krise, sagte Vizeaußenminister Alexej Meschkow am Freitag der Agentur Interfax. Er warf der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vor, einseitig über die Lage in dem Krisengebiet zu berichten.

Der russische OSZE-Beobachter Andrej Kelin warf Kiews Behörden vor, sie verhinderten die Weitergabe von Informationen an die Zentrale in Wien. Kelin kritisierte auch, die USA hätten Schüsse ukrainischer Sicherheitskräfte auf OSZE-Beobachter jüngst unkommentiert gelassen.

Hilfskonvoi

Nach OSZE-Angaben sind derzeit 322 Beobachter in der Ex-Sowjetrepublik in Einsatz, die Hälfte von ihnen in der Ostukraine. Im Konfliktgebiet gilt die humanitäre Lage wegen der Zerstörungen und der andauernden blutigen Kämpfe als verheerend. Russland kündigte einen neuen Konvoi mit Hilfsgütern für die Regionen Donezk und Lugansk an. Die Lastwagen sollen an diesem Sonntag ankommen.

Für eine Besserung der Lage müssten die von Separatisten kontrollierten Regionen Donezk und Lugansk in Dialog mit Kiew treten, forderte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau bei einem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland. (APA, 28.11.2014)

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