Stammeskämpfe im Sudan fordern mehr als 133 Tote

28. November 2014, 05:44
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Landstreitigkeiten im südlichen Bundesstaat Kordofan eskaliert

Khartum - Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Stämmen sind im Sudan in den vergangenen Tagen zumindest 133 Menschen getötet worden. Die Kämpfe zwischen arabischen Stämmen begannen nach Angaben von Beteiligten am Sonntag im südlichen Bundesstaat Kordofan nahe der Grenze zum Südsudan, hieß es am Donnerstag. Mehr als hundert Menschen wurden demnach verletzt.

Landstreitigkeiten zwischen zwei Untergruppen des mächtigen Mesiria-Stammes seien eskaliert, sagte das Stammes-Oberhaupt Mukhtar Babo Nimr am Donnerstag. Ein weiterer Stammesführer sagte, die Kämpfe unter Einsatz schwerer Maschinengewehre dauerten am Donnerstag noch an. Trotz der vielen Toten hätten bisher Regierungstruppen nicht eingegriffen, um die Gruppen zu trennen, sagte der Stammesführer, dessen Clan nicht an den Kämpfen beteiligt war.

Der Mesiria-Stamm ist einer der größten arabischen Stämme in Kordofan. Seine Mitglieder sind meist nomadische Viehhirten. Seit dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg, der schließlich zur Abspaltung des Südsudan führte, sind die Stämme in der Region schwer bewaffnet. (APA, 28.11.2014)

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