Chipkonzern Infineon erwartet weiteres Einnahmenplus

27. November 2014, 16:59
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Gewinn und Umsatz wachsen - Dividende steigt - Marge soll im neuen Geschäftsjahr in etwa stabil bleiben

Der auch in Österreich produzierende deutsche Halbleiterkonzern Infineon blickt nach einem kräftigen Gewinnplus im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 mit moderatem Optimismus in die Zukunft. Der Überschuss verdoppelte sich binnen Jahresfrist annähernd auf 535 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um gut 12 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro zu.

Die Neubiberger schnitten damit etwas besser ab als von Analysten erwartet. Seinen Aktionären will Deutschlands größter Chipproduzent eine Dividende von 18 Cent je Anteilsschein zahlen, für das Vorjahr waren es noch 12 Cent.

Umsatzwachstum von um die 8 Prozent

Für das seit Oktober laufende neue Geschäftsjahr 2014/15 sagte Vorstandschef Reinhard Ploss ein Umsatzwachstum von um die 8 Prozent voraus. Die operative Marge werde im laufenden Quartal zwar auf 10 bis 13 Prozent zurückgehen, im Gesamtjahr allerdings wie etwa zuletzt bei 14 Prozent liegen. Damit liegt Infineon knapp unter seinem mittelfristigen Ziel von 15 Prozent.

Auch ohne die Wachstumsaussichten durch die anstehende Milliardenübernahme des US-Elektronikspezialisten International Rectifier ist der Infineon-Chef frohen Mutes. "Auch im aktuellen Geschäftsjahr wollen wir trotz eines herausfordernden Marktumfeldes weiter wachsen - zusätzlich zur geplanten Akquisition von International Rectifier ", erklärte Ploss. Zuletzt hatten Analysten befürchtet, Infineon könne von der Branchenschwäche in der Halbleiterbranche erfasst werden. Seit Jahren hat sich das Unternehmen durch eine Spezialisierung auf Industrie- und Automobilschaltungen weitgehend unabhängig von den Schwankungen der Chipindustrie gemacht.

Strafe

Zuletzt steckte Infineon eine Kartellstrafe wegen verbotener Absprachen unter Sicherheitschipherstellern über 83 Mio. Euro weg. Steuererträge und aufgelöste Rückstellungen nach dem Teilvergleich mit dem Insolvenzverwalter der früheren Tochter Qimonda glichen die Sonderbelastung weitgehend aus. Operativ hatte sich das Geschäft mit Chips für die Industrie, die Energie- und Sicherheitstechnik stark entwickelt. In nächster Zeit rechnet die einstige Siemens -Tochter allerdings damit, dass ich das Industriegeschäft konjunkturbedingt schwächer entwickelt als die übrigen Bereiche.

Ploss will im laufenden Geschäftsjahr 700 Mio. Euro in die Modernisierung und den Ausbau des Unternehmens stecken. Hinzu kommen die 3 Mrd. Dollar, für die Infineon die US-Firma International Rectifier übernimmt. Infineon rechnet mit dem Abschluss der Transaktion um Silvester herum. (APA, 27.11. 2014)

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