Mit Strom aus der Steckdose

Kolumne28. November 2014, 15:56
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Der Weg in Richtung Elektromobilität ist noch ein langer

Plug-in-Hybride werden immer beliebter, also Hybridfahrzeuge, deren Batterien an der Steckdose nachgeladen werden können und die auch eine längere Strecke rein elektrisch fahren können. Meist sind es etwas mehr als dreißig Kilometer. Ein vollwertiges Auto mit Benzinantrieb bekommt auch noch einen vollwertigen Elektroantrieb dazu.

Das spiegelt sich natürlich im Preis wider. Bei knapp 40.000 Euro beginnt die Preisliste etwa bei VW und Audi. Aber auch im Gewicht: 300 Kilogramm Mehrgewicht durch Batterien und Elektroantrieb. Der Vorteil ist, dass man so auch zwei Autos in einem bekommt, nämlich ein Elektroauto, mit dem man möglicherweise die ganze Woche lang seinen Weg zur Arbeit bestreiten kann, und einen Benzinwagen für das Wochenende, mit dem man Ausflüge über lange Strecken unternehmen kann. Der Vorteil in der Stadt: kein Kaltstart des Motors, keine lokalen Emissionen, kein Lärm, folglich stark reduzierter direkter Verbrauch von fossilem Kraftstoff durch überwiegenden Betrieb mit elektrischem Strom.

Richtiger, aber weiter Weg

Doch Achtung. Die Hybridtechnik kann im Benzinbetrieb gerade einmal einen Mehrverbrauch durch das höhere Gewicht abfangen. Der CO2-Ausstoß im elektrischen Betrieb ist im Kraftwerksmix immer noch beträchtlich. Spätestens wenn man den erhöhten Energieaufwand zur Herstellung dazurechnet, ist es vorbei mit dem Vorteil in der CO2-Bilanz. Trotzdem ist das ein Weg in Richtung Elektromobilität, der grundsätzlich richtig ist, aber halt noch sehr weit und abhängig von einer klugen Energiepolitik insgesamt. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 28.11.2014)

  • Werden immer beliebter: Plug-in-Hybride. Im Bild: ein VW Golf GTE.
    foto: volkswagen

    Werden immer beliebter: Plug-in-Hybride. Im Bild: ein VW Golf GTE.

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