Selbstanzeigeprogramm: Barclays Schweiz steigt aus

27. November 2014, 15:35
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Die Bank sieht doch keine Hinweise, gegen Steuergesetze verstoßen zu haben

Zürich - Im Steuerstreit mit den USA hat eine weitere Bank ihre Selbstanzeige zurückgezogen. Die Schweizer Privatbankentochter des britischen Barclays-Konzerns sieht nach Absprache mit ihren Beratern keine Hinweise, gegen US-Steuergesetze verstoßen zu haben. "Wir sind kürzlich aus dem Programm ausgestiegen", erklärte Francesco Grosoli, Leiter des Marktes Schweiz am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Das sei vor rund drei bis vier Monaten passiert, ergänzte er.

Das US-Justizministerium ermittelt seit Jahren gegen Schweizer Institute. UBS und Credit Suisse kauften sich mit hohen Bußgeldzahlungen frei, gegen Julius Bär und rund zehn weitere Banken laufen Ermittlungsverfahren. Den übrigen Instituten boten die USA 2013 ein Selbstanzeige-Programm an. Daran nimmt auch die Schweizer Tochter der Deutschen Bank teil. Meldeten sich ursprünglich über Hundert Institute an, haben sich Medienberichten zufolge inzwischen über zehn Institute wieder zurückgezogen. Dazu gehört etwa die Liechtensteiner VP Bank. (APA, 27.11.2014)

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