Erhängte Mädchen in Indien sollen Suizid begangen haben

27. November 2014, 10:54
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Laut Chef der Bundespolizeibehörde wurden die zwei Cousinen nicht wie ursprünglich angenommen vergewaltigt und ermordet

Neu-Delhi - Zwei an einem Baum erhängte Cousinen in Indien sind nach neuen Erkenntnissen der Ermittler nicht wie zunächst angenommen vergewaltigt und ermordet worden. Die beiden Mädchen hätten vielmehr Suizid begangen, sagte Ranjit Sinha, Chef der indischen Bundespolizeibehörde, der Zeitung "Hindustan Times".

Die beiden 14 und 16 Jahre alten Mädchen waren Ende Mai von Dorfbewohnern in Badaun in Uttar Pradesh gefunden worden. Bilder von den Mädchen am Mangobaum hatten Indien geschockt.

Die lokale Polizei habe falsch ermittelt, sagte Sinha laut dem Bericht nun. Möglicherweise hätten sich die Cousinen erhängt, weil ihre Familie Beziehungen zu Burschen aus dem Dorf nicht gutgeheißen habe. Im ersten Autopsiebericht war nach offiziellen Angaben von Vergewaltigung die Rede.

Wie schon nach der Gruppenvergewaltigung in einem Bus in Neu Delhi 2012 hatten vor einem halben Jahr viele Menschen gegen Gewalt gegen Frauen demonstriert. Sie waren wütend, weil die örtlichen Polizisten, die aus höheren Kasten als die Mädchen stammen, stundenlang nichts unternommen haben sollen. Die Familien der Cousinen sind Dalits, die früher als "Unberührbare" diffamiert wurden und bis heute gerade in Nordindien diskriminiert werden. (APA, 27.11.2014)

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