Uhrmacher recycelt Napoleons Haare

26. November 2014, 14:38
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Kleine Stückchen vom Feldherrenschopf sollen in Uhren eingearbeitet werden

Genf - Man kann es wohl irgendwie als Memento für die Vergänglichkeit irdischer Macht und Pracht werten - auf jeden Fall aber wird es die betreffenden Stücke teurer machen: Der Schweizer Uhrmacher DeWitt will Haare in Uhren einarbeiten. Und zwar nicht irgendwelche, sondern Haare des französischen Feldherrn und Kaisers Napoleon Bonaparte.

"Es wird Napoleons DNA in unseren Uhren geben", kündigte Viviane de Witt an. Ihr Mann ist ein Nachfahre des jüngsten Napoleon-Bruders Jerome. Eine Funktion im Mechanismus der Uhr werden die Haare keine ausüben. In einer limitierten Serie mit maximal 500 Stück sollen demnach je 0,5 Millimeter lange Haarstückchen einfach unter die Deckel geklebt werden. Eine erste derartige "Haartransplantation" wurde diese Woche unter den Augen eines geprüften Sachverständigen in Genf durchgeführt.

Die Uhrmacher erstanden die Haare vor einem Jahr bei einer Auktion. Schon zu seinen Lebzeiten sei der Eroberer angehimmelt worden, sodass Bewunderer seine Haare eingesammelt hätten, wenn er sie sich habe schneiden lassen, berichtete de Witt. Einige Büschel existieren deshalb noch heute. Die Uhren sollen übrigens mindestens 8.000 Euro pro Stück kosten. (red/APA, derStandard.at, 26. 11. 2014)

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