DNA-Entdecker James D. Watson versteigert seinen Nobelpreis

26. November 2014, 11:21
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Erlös von 2,8 Millionen Euro erhofft - Geld soll zum Teil der Forschung zugute kommen

New York - Durchaus pragmatisch ist die Einstellung des US-amerikanischen Molekularbiologen James D. Watson, was die größte Ehrung seines Lebens betrifft: Der 86-Jährige will den Medizin-Nobelpreis, den er 1962 für die Entdeckung der DNA erhalten hatte, versteigern lassen und das Geld zum Teil der Forschung stiften.

Das Auktionshaus Christie's in New York erhofft sich einen Erlös von umgerechnet etwa 2,8 Millionen Euro. Zur Auktion kommen außer der Medaille auch Notizen Watsons für seine Dankesrede 1962 und für eine Vorlesung anlässlich der Preisverleihung einen Tag später - beide Dokumente sollen jeweils einige 100.000 Euro einbringen.

Hintergrund

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Preis aus diesem Jahr versteigert wird: Dasselbe geschah 2013 mit dem Medizin-Nobelpreis des 2004 verstorbenen Francis Crick, einem von Watsons Ko-Laureaten. Als Dritter war 1962 der Neuseeländer Maurice Wilkins ausgezeichnet worden. Mit der Identifizierung der Molekularstruktur der DNA hatten diese drei eine der wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts gemacht.

Francis Cricks Preis hatte bei Heritage Auctions 1,79 Millionen Euro gebracht, das Vierfache des erwarteten Preises. Ein Brief von Crick war nur Tage zuvor sogar für 4,8 Millionen versteigert worden. (APA/red, derStandard.at, 26. 11. 2014)

  • Mit dieser Medaille wurde eine der wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts ausgezeichnet.
    foto: ap photo/christie's

    Mit dieser Medaille wurde eine der wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts ausgezeichnet.

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