Bayern brechen in Manchester am Schluss zusammen

25. November 2014, 23:41
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Roma verpasst durch spätes Gegentor vorerst den Aufstieg, Chelsea schießt Schalke in Gelsenkirchen über den Haufen, und Messi ist wieder einmal der Beste

Bayern München hat am fünften Spieltag der Champions-League-Gruppenphase sein Gastspiel bei Manchester City verloren. Am Sieg in der Gruppe E änderte freilich auch die 2:3-Niederlage, der erste Punkteverlust im fünften Match, nichts.

Die Partie begann ohne den verletzten David Alaba denkbar schlecht für die Münchner. Medhi Benatia zog gegen Sergio Agüero im Strafraum die Notbremse und wurde ausgeschlossen, den dafür verhängten Elfmeter verwandelte der Gefoulte in der 22. Minute. Doch die Bayern schlugen zurück: Xabi Alonso versenkte an seinem 33. Geburtstag einen Freistoß unter Mithilfe von City-Goalie Joe Hart (40.), und Robert Lewandowski war per Kopf zur Stelle (45.).

Im Finish jedoch drehte Agüero die Partie im Alleingang. Der Argentinier nützte in der 85. Minute einen Fehler von Alonso und in der 91. Minute einen Patzer von Jerome Boateng. Da die Parallelpartie zwischen ZSKA Moskau und AS Roma 1:1 endete, halten diese Klubs so wie City vor der letzten Runde bei jeweils fünf Punkten.

Moskau hält sich im Spiel

Francesco Totti hatte die Roma im Geisterspiel in Chimki bei Moskau in der 43. Minute per Freistoß in Führung gebracht. Er verbesserte damit seinen eigenen Rekord und ist nun mit 38 Jahren, einem Monat und 29 Tagen der älteste Torschütze in der Champions-League-Geschichte. Wasili Beresuzki gelang jedoch in der 93. Minute noch der Ausgleich.

Messi spielt ein eigenes Spiel

Auch Lionel Messi setzte seine Rekordjagd am Dienstag fort. Der Argentinier ist nach seinen drei Treffern beim 4:0 des FC Barcelona bei APOEL Nikosia alleiniger Toptorschützen der Champions League. Mit nunmehr 74 Treffern liegt der 27-Jährige vor Raul (71) und Real Madrids Cristiano Ronaldo (70), der am Mittwoch beim FC Basel aufholen kann.

Erst am Samstag hatte Messi durch seinen Hattrick beim 5:1 gegen den FC Sevilla den legendären Telmo Zarra überholt und die Bestmarke in der spanischen Liga auf 253 Tore geschraubt. In Nikosia lenkte der vierfache Weltfußballer zunächst in der 38. Minute einen Schuss von Rafinha unhaltbar für den Goalie ab. In der 58. Minute war Messi nach Zuspiel von Dani Alves erfolgreich, in der 87. Minute profitierte er von einer optimalen Vorarbeit von Pedro.

Den Trefferreigen hatte Luis Suarez in der 27. Minute eröffnet. Für den Uruguayer war es das erste Pflichtspiel-Tor im Barca-Dress. Das Parallelspiel in Gruppe F gewann Paris St. Germain gegen Ajax Amsterdam dank Edinson Cavani (33., 83.) und Zlatan Ibrahimovic (79., 42. CL-Tor) mit 3:1. Sowohl die Franzosen als auch Barcelona waren bereits zuvor als Aufsteiger festgestanden, in zwei Wochen kommt es im Camp Nou zum Showdown um den Gruppensieg.

Chelsea furios in Gelsenkirchen

Chelsea fegte in Gruppe G Schalke 04 mit 5:0 aus dem eigenen Stadion und sicherte sich damit vorzeitig Platz eins. John Terry brachte die Gäste mit einem Kopfball nach einem Corner in der zweiten Minute in Führung und erzielte damit das schnellste Chelsea-Tor in der Champions-League-Geschichte. Für den zweiten Treffer sorgte Willian in der 29. Minute nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen. Das 3:0 resultierte aus einem kuriosen Köpfler ins eigene Tor von Jan Kirchhoff (44.). Die weiteren Tore schossen Didier Drogba (76., 44. CL-Tor) und Ramires (77.).

Dadurch hat Schalke den Aufstieg wohl nicht mehr in eigener Hand. Sporting Lissabon besiegte im zweiten Gruppenspiel Maribor mit 3:1 (2:1). Die Gastgeber führten mit 2:1, ehe in der Pause das Flutlicht größtenteils ausfiel. Das Match wurde mit 45-minütiger Verspätung fortgesetzt. Schalke muss für einen Aufstieg nun in der letzten Runde das Auswärtsspiel in Maribor gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage von Sporting bei Chelsea hoffen.

Bilbao auf Kurs Europa League

Alles entschieden ist hingegen in Gruppe H. Schachtar Donezk ergatterte trotz einer 0:1-Heimniederlage gegen Athletic Bilbao das Achtelfinal-Ticket, weil BATE Borisow gegen Gruppensieger FC Porto eine 0:3-Heimniederlage kassierte. Die Weißrussen haben in dieser Saison bereits 22 Gegentore kassiert und damit den Negativrekord von Dinamo Zagreb aus der Saison 2011/12 und von Nordsjälland (2012/13) eingestellt. (red/APA, 25.11.2014)

Champions League, 5. Spieltag, Dienstag

Gruppe E

ZSKA Moskau - AS Roma 1:1 (0:1)
Tore: Beresuzki (93.) bzw. Totti (43.)

Manchester City - Bayern München 3:2 (1:2)
Tore: Aguero (21./Elfmeter, 85., 91.) bzw. Xabi Alonso (40.), Lewandowski (45.)
Rote Karte: Benatia (Bayern/20.)
Bayern ohne Alaba (verletzt)

Gruppe F

APOEL Nikosia - FC Barcelona 0:4 (0:2)
Tore: Suarez (27.), Messi (38., 58., 87)
Gelb-Rot: Joao Guilhemre (84.) bzw. Rafinha (70.)

Paris St. Germain - Ajax Amsterdam 3:1 (1:0)
Tore: Cavani (33., 83), Ibrahimovic (79.) bzw. Klaassen (67.)

Gruppe G

Sporting Lissabon - NK Maribor 3:1 (2:1)
Tore: Carlos Mane (10.), Nani (35.), Slimani (65.) bzw. Jefferson (42./Eigentor)

FC Schalke 04 - Chelsea 0:5 (0:3)
Tore: Terry (2.), Willian (29.), Kirchhoff (44./Eigentor), Drogba (76.), Ramirez (78.)
Fuchs bei Schalke Ersatz

Gruppe H

BATE Borisow - FC Porto 0:3 (0:0)
Tore: Herrera (56.), Martinez (65.), Tello (89.)

Schachtar Donezk - Athletic Bilbao 0:1 (0:0)
Tor: San Jose (68.)

Bereits für das Achtelfinale qualifiziert
Real Madrid, Borussia Dortmund, Bayern München, Paris St. Germain, FC Barcelona, FC Chelsea, FC Porto, Schachtar Donezk

  • Später Jubel ist ausreichender Jubel. Sergio Agüero durfte sich gegen die Bayern gleich dreimal über ein Tor freuen.
    foto: reuters

    Später Jubel ist ausreichender Jubel. Sergio Agüero durfte sich gegen die Bayern gleich dreimal über ein Tor freuen.

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