Geldgeschenke kommen nicht gut an

25. November 2014, 16:19
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Geld kommt für viele Europäer als Geschenk nicht in Frage, die meisten behaupten, dass auch der Preis eines Präsents irrelevant sei

Waterloo – Wenn man zeigen will, dass man jemanden mag, sollte man sich beim Geschenkekauf Gedanken machen. Dieser Binsenweisheit wurde jetzt auch durch eine Studie eine gewisse wissenschaftliche Unterfütterung zuteil.

Das Thema war etwas breiter angelegt: Die saisonbedingten Ausgabegewohnheiten der europäischen Bevölkerung wurden da abgefragt. Immerhin fast ein Drittel der Europäer gibt hier zu Protokoll, dass Geld ein gedankenloses und geschmackloses Geschenk sei. Einer von zehn Befragten hält es sogar für den potentiellen Auslöser von Streit zwischen Freunden oder Familienmitgliedern.

Die vom Kreditkartenanbieter MasterCard europaweit durchgeführte Untersuchung befragte rund 15.000 Personen in 17 verschiedenen Ländern. Ihr Ziel war es zu ermitteln, welche Aspekte des Verschenkens und Erhaltens von Geschenken erwünscht oder unerwünscht sind und ob die sorgfältige Auswahl unter Zeitdruck leidet.

Geld kommt nicht in Frage

Die Details: Wenn wirkliche Wünsche erfüllt werden (87 Prozent) und sich der Schenkende erkennbar Gedanken gemacht hat (86 Prozent) sind dies die Hauptgründe für Freude an einem Geschenk. Darum kommt Geld als Geschenk nicht in Frage: Nur einer von zehn Teilnehmern der Studie gibt zu, Geld zu verschenken.

Ein unbedachtes Geschenk gewählt zu haben, bereut jeder Vierte. Und 45 Prozent der Personen wurden schon einmal von einem gedankenlosen Präsent enttäuscht. Die Mehrzahl gab an, dass Ahnungslosigkeit der Freunde/Familienmitglieder dafür verantwortlich gewesen sei. Was den Preis betrifft, so zeigen sich die Menschen zumindest theoretisch (Tatsächliches Verhalten und Aussagen stimmen bei Umfragen sehr oft nicht überein, Anm.) generös: 97 Prozent meinen der Preis des Geschenks sei irrelevant. (red, derStandard.at, 25.11.2014)

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