Humboldts Amerika-Tagebücher werden erstmals ausgestellt 

30. November 2014, 20:40
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Berliner Staatsbibliothek zeigt die Reisetagebücher vom 4. bis 6. Dezember. Auch eine digitale Veröffentlichung im Internet ist geplant

Berlin - Ein Schlüsseldokument der Naturwissenschaften aus dem 19. Jahrhundert wird erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt: Alexander von Humboldts Amerika-Reisetagebücher sollen vom 4. bis 6. Dezember in der Berliner Staatsbibliothek ausgestellt werden. Die Aufzeichnungen entstanden während Humboldts Forschungsreise von 1799 bis 1804 auf dem amerikanischen Kontinent.

Gleichzeitig werden die Tagebücher in digitaler Form online gestellt. Die Tagebücher wurden im vergangenen Jahr aus Privatbesitz erworben. Humboldts (1769-1859) gesamter Nachlass soll ebenfalls digitalisiert und ins Internet gestellt werden. Dazu gehören auch jene Teile, die im Zweiten Weltkrieg ausgelagert wurden und die bis heute die Jagiellonen-Bibliothek in Krakau aufbewahrt. Außerdem wird ein Team um den Literaturwissenschafter Otmar Ette (Universität Potsdam) die Tagebücher auswerten.

Während seiner Amerika-Expedition hatte Humboldt Beobachtungen und Messungen über Pflanzen, Tiere und Geografie der "neuen Welt" unternommen. (APA/red, derStandard.at, 30.11.2014)

  • Die 4.000 eng beschriebenen Seiten band Alexander von Humboldt in neun Bänden in Leder ein und beschriftete diese selbst. Er arbeitete lebenslang mit seinen Aufzeichnungen, fügte Zettel  hinzu, trennte Seiten heraus und fügte sie an anderen Stellen seines  Nachlasses wieder hinzu.
    foto: staatsbibliothek zu berlin/carola seifert

    Die 4.000 eng beschriebenen Seiten band Alexander von Humboldt in neun Bänden in Leder ein und beschriftete diese selbst. Er arbeitete lebenslang mit seinen Aufzeichnungen, fügte Zettel hinzu, trennte Seiten heraus und fügte sie an anderen Stellen seines Nachlasses wieder hinzu.

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