Technisches Museum Wien erneuert seine Mobilitätsschau 

1. Dezember 2014, 11:44
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Verkehrsbereich neu gestaltet - Neue Dauerausstellung vermittelt Thema Mobilität mit historischen Objekten und aktuellen Innovationen

Wien - Historische Dampfloks, Fluggeräte und Fahrzeuge waren immer schon ein Schwerpunkt des Technischen Museums Wien. Nun wurde der Bereich Mobilität erneuert und erweitert. Auf 3.000 Quadratmetern bietet die neue Dauerausstellung "Von A nach B" nicht nur Rückblicke, sondern auch neueste Innovationen. Parallel lädt die Schau "In Bewegung" Kinder zum Mitmachen ein - beides ist seit 28.11. geöffnet.

Herausragende Sammlungsstücke des TMW wie der 1841 gebaute Personenwagen "Hannibal" der Pferdeeisenbahn Budweis-Linz-Gmunden, eines von fünf weltweit erhaltenen Exemplaren des berühmte Lilienthal-Gleiters oder der Marcus-Wagen, eines der weltweit ältesten, fahrbereiten Automobile, sind weiterhin in der Ausstellung zu sehen. Zusätzlich wurde der Bereich um neue Objekte erweitert: So bringen eine moderne Schubumkehr eines Verkehrsflugzeugs, ein strombetriebener Tesla Roadster oder eine Hubschrauber-Drohne Gegenwart und Zukunft in die Schau.

800 Ausstellungsobjekte in über 30 Themeninseln

Die mehr als 800 Ausstellungsobjekte im neuen Mobilitätsbereich sind in über 30 Themeninseln zusammengefasst: Diese widmen sich klassischen Mobilitätsthemen wie dem neuen Wiener Hauptbahnhof, einem der Erfinder der Schiffsschraube, Josef Ressel, oder der Tatsache, dass schon vor mehr als 100 Jahren verschiedene Antriebssysteme koexistierten, von der Dampfmaschine, dem Verbrennungs- und dem Elektromotor bis hin zu Hybridfahrzeugen mit Antriebskombination.

Dass Mobilität die Menschen und ihre Sicht auf die Welt formt, zeigen die Ausstellungsmacher auch mit ungewöhnlichen Zugängen - etwa gleich am Beginn der Schau mit den Turnschuhen und der Jogginghose der Traceuse Fanni Moresche. Sie hat Mobilität zu ihrer Lebenseinstellung gemacht, betreibt die Trendsportart Parkour und betrachtet Mauern der Stadt als Tanzbühne. Ebenso wird gleich zu Beginn des Ausstellungsbereichs klar gemacht, dass Mobilität auch Probleme mit sich bringt, etwa wenn es um die Realisierung von Großprojekten geht.

In der neuen Mitmachausstellung "In Bewegung" können Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren an 30 interaktiven Stationen unterschiedliche Aspekte der Mobilität kennenlernen. So kann man eine Lkw-Achse und den Radsatz eines Schienenfahrzeugs in Bewegung versetzen, in einer "Speedbox" virtuell Geschwindigkeiten bis zu Mach 2 wahrnehmen oder in einem Simulator den Alltag im Rollstuhl erfahren. Immer wieder wird auch Bezug auf das Tierreich genommen und in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum gezeigt, wie die Natur mit Mobilität umgeht. (APA/red, derStandard.at, 1.12.2014)

  • Der  Marcus-Wagen, eines der ältesten, fahrbereiten Automobile der Welt, ist auch weiterhin Prunkstück der neuen Dauerausstellung "Von A nach B" des Technischen Museums Wien.
    foto: technisches museum wien

    Der Marcus-Wagen, eines der ältesten, fahrbereiten Automobile der Welt, ist auch weiterhin Prunkstück der neuen Dauerausstellung "Von A nach B" des Technischen Museums Wien.

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