Durch die Box schauen: Streaming-Devices im Überblick

4. Dezember 2014, 11:42
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Eine Vielzahl an Geräten macht das Fernsehen via Internet komfortabler

Selbst entscheiden, was man wann wo sieht: Dieser Satz erklärt, warum Videostreaming immer beliebter wird. Anbieter wie die Abo-Videothek Netflix oder der Download-Store iTunes erleben momentan eine neue Blüte, das Kabelfernsehen ist im Abstieg begriffen. Deshalb wird der Fernseher nicht obsolet - aber klüger muss er werden: Denn nur "Smart TVs" mit eingebauter Internetverbindung können eigenständig auf Streaming- und Download-Anwendungen zurückgreifen.

Einfach und unkomfortabel

Smarte Exemplare sind aber noch nicht besonders weit verbreitet. Freunde des Internetfernsehens müssen also zu Hilfsmitteln greifen, um den großen Schirm nutzen zu können. Am einfachsten ist es, seinen Laptop via HDMI-Kabel mit dem Fernseher zu verbinden. Das ist aber wenig komfortabel, außerdem verzichtet man darauf, sein Wohnzimmer mit einem weiteren Gerät zu verschönern.

Apple-TV: Teuer und schön

Denn mittlerweile gibt es einige sogenannte "Streaming-Devices", die auch ästhetisch einiges hergeben. Etwa von Apple: Dessen "Apple TV" zeigt, wie schön man ein schwarzes Kästchen gestalten kann. Auch die inneren Werte stimmen: Das Gerät unterstützt die Apps von Netflix, Youtube und Sky Snap, Filme können auch in Apples iTunes-Store gekauft werden. "Apple TV" wird via HDMI-Kabel an den Fernseher angeschlossen und mit Fernbedienung geliefert. Wäre da nicht der durchaus happige Preis von 99 Euro, könnte man das Gerät wohl uneingeschränkt empfehlen.

Chromecast

Mit 39 Euro weitaus günstiger kommt Googles "Chromecast" daher. Dabei handelt es sich um ein Gerät in der Größe eines handelsüblichen USB-Sticks, das in den HDMI-Anschluss des Fernsehers gesteckt wird. Anschließend verbindet sich der "Chromecast" mit dem WLAN des jeweiligen Haushalts. Als Fernbedienung können Smartphones oder Tablets genutzt werden, darunter auch iPhones und iPads. Anwendungen gibt es in Hülle und Fülle: Neben Netflix, Youtube und Sky Snap können Filme etwa über Googles Play Store erworben werden.

Roku von Sky Online

In den USA ist auch "Roku" im Rennen um das beliebteste Streaming-Gadget vorn dabei. Dort kostet die schwarze Box 49 Dollar und empfängt rund 1800 Kanäle. Im Unterschied zu "Chromecast" und "Apple TV" unterstützt Roku auch RGB-Anschlüsse von Uralt-Fernsehern. Hierzulande ist Roku noch nicht erhältlich, der Pay-TV-Sender Sky entwickelt mit dem US-Hersteller allerdings momentan eine "Sky Online Box", die im Winter erscheinen soll. Auch "ausgewählte andere Apps" lassen sich damit nutzen, so Sky.

Selber basteln

Wer nicht nur streamen, sondern auch basteln will, könnte mit einer selbstgebauten Streamingbox glücklich werden. Dazu benötigt man den 40 Euro teuren Einplatinencomputer Raspberry Pi, mit dem sich übrigens auch andere tolle Dinge anstellen lassen. Zusätzlich braucht man noch ein USB-Ladegerät, einen USB-Adapter sowie Gehäuse und Speicherkarte für insgesamt rund 20 Euro. Auf Spiegel Online gibt es eine detaillierte Anleistung zum Basteln. Anschließend kann man das Gerät mit kostenlos im Netz erhältlichen Anwendungen ausstatten. Zumindest auf Online-Mediatheken von TV-Sendern kann man dann zurückgreifen, mit etwas Finesse lässt sich auch Netflix einrichten oder iTunes via Apples "Airplay"-Funktion nutzen. (Fabian Schmid, RONDO Digital/derstandard.at, (4.12.2014)

  • Von links nach rechts: Apple TV, Chromecast, Raspberry Pi und Sky Online Roku Box
    foto: produktfotos

    Von links nach rechts: Apple TV, Chromecast, Raspberry Pi und Sky Online Roku Box

  • Apple hat als einer der ersten Anbieter eine eigene Streaming-Box auf den Markt gebracht
    foto: reuters/galbraith

    Apple hat als einer der ersten Anbieter eine eigene Streaming-Box auf den Markt gebracht

  • Googles Chromecast sorgt seit einigen Monaten für Furore
    foto: derstandard

    Googles Chromecast sorgt seit einigen Monaten für Furore

  • Mit der demnächst erhältlichen Sky Online Roku Box will der Pay-TV-Sender sein Streamingangebot pushen

    Mit der demnächst erhältlichen Sky Online Roku Box will der Pay-TV-Sender sein Streamingangebot pushen

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