Krebs ist in der EU die häufigste Todesursache

25. November 2014, 12:14
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War 2011 für 26,3 Prozent aller Todesfälle verantwortlich - Österreich exakt im Durchschnitt

Brüssel/Luxemburg - Krebs ist die häufigste Todesursache in der Europäischen Union. 2011 (jüngere Zahlen liegen derzeit nicht vor) war demnach Krebs für 26,3 Prozent aller Todesfälle verantwortlich und raffte 1,281 Millionen Menschen hin, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Österreich lag dabei mit einem Wert von 26,4 Prozent an Todesfällen aufgrund von Krebs beinahe exakt im EU-Schnitt.

An der traurigen Spitze stehen indes die Niederlande mit 31,9 Prozent, gefolgt von Slowenien (31,3 Prozent) und Irland (30,5 Prozent). Deutlich besser stehen hier Bulgarien (15,6 Prozent), Rumänien (19,1 Prozent) und Litauen (19,9 Prozent) da.

Bei Unter-65-Jährigen jede dritte Todesursache

Insgesamt besonders hoch liegt die Krebsrate mit 37,1 Prozent unter jenen Toten, die jünger als 65 Jahre waren. Auch hier ist Österreich mit einem Wert von 38,1 Prozent annähernd im EU-Schnitt, während die Niederlande mit einem Anteil von 48 Prozent erneut an der Spitze stehen - gefolgt von Italien (45,2 Prozent) und Spanien (43,9 Prozent). Am anderen Ende der Skala finden sich die drei baltischen Länder Litauen mit einer Rate von 23,2 Prozent bei den Unter-65-Jährigen, Lettland (24,2 Prozent) und Estland (26,3 Prozent).

In der Altersgruppe über 65 Jahren ging die Zahl der krebsbedingten Todesfälle sogar auf 23,8 Prozent leicht zurück. Hierbei hat Slowenien mit 28,8 Prozent die höchste Rate zu beklagen, noch vor Irland (28,4 Prozent) und abermals den Niederlanden (28,3 Prozent). Den niedrigsten Anteil verzeichnen Bulgarien (12,3 Prozent) und Rumänien (15,2 Prozent).

Lungenkrebs weit vorne

Den Spitzenplatz in der Todesliste der Krebsarten nahm 2011 der Lungenkrebs ein, der für 20,8 Prozent aller krebsbedingten Toten verantwortlich zeichnete. Der Dickdarmkrebs lag mit 11,9 Prozent auf Platz 2, gefolgt vom Brustkrebs (7,2 Prozent), dem Bauchspeicheldrüsen- (6,1 Prozent) sowie dem Prostatakrebs (5,7 Prozent). Allerdings trifft der Prostatakrebs naturgemäß nur Männer, bei denen er für 10,2 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich zeichnet.

In den vergangenen zehn Jahren sank in der EU die Zahl der Todesfälle um 0,5 Prozent, während diejenigen, die auf Krebs zurückzuführen waren, um 6,3 Prozent in die Höhe schnellten - von 1,206 Millionen 2002 auf 1,281 Millionen 2011. Bei Frauen verlief dieser Anstieg mit einem Plus von 6,6 Prozent noch schneller als bei den Männern (plus 6 Prozent). In absoluten Zahlen liegen die Männer bei den Krebstoten jedoch noch weit vor den Frauen - mit 718.000 gegenüber 563.000 Sterbefällen. (APA, 25.11.2014)

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