Bisher 400 Verkehrstote auf Österreichs Straßen

25. November 2014, 12:02
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Rückgang im Vergleich zum Vorjahr

Wien - Die Zahl der Verkehrstoten in Österreich ist weiter rückläufig. So starben heuer nach Zahlen des Innenministeriums bis einschließlich 24. November insgesamt 400 Personen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 411 Tote, was einen Rückgang von drei Prozent bedeutet. 2012 starben im gleichen Zeitraum noch 489 Menschen.

Im Vorjahr war die Zahl der Verkehrstoten erstmals unter 500 im Jahr gesunken, insgesamt 455 Personen kamen bei Unfällen auf den Straßen ums Leben. 2014 gab es im ersten Quartal noch einen Anstieg der Getöteten, dann waren die Zahlen kontinuierlich rückläufig.

Höchste Zahl an Todesopfern in Niederösterreich

Die meisten Menschen starben mit 113 heuer in Niederösterreich, gefolgt von 83 Toten in der Steiermark und 71 in Oberösterreich. Die wenigsten tödlichen Unfälle verzeichnete Vorarlberg mit 17 Opfern, in Wien waren es 19 und im Burgenland 21 Tote.

Senioren am Steuer: Kreuzungssituationen als Schwachstellen

Das Risiko, als Verkehrsteilnehmer mit 65 und mehr Jahren zu verunglücken, ist geringer als bei anderen Altersgruppen. Senioren punkten mit Erfahrung, Routine und defensiver Fahrweise, ihre Schwachstelle sind Abbiege- und Kreuzungssituationen. Darauf machte der ÖAMTC am Dienstag in einer Aussendung aufmerksam.

"Beim Pkw-Kauf sollte man deshalb besonders auf eine gute Rundumsicht achten. Die ist an Kreuzungen enorm wichtig", erklärte David Nose, Verkehrssicherheitsexperte des Autofahrerclubs. Er plädiert außerdem für eine Minimierung der Komplexität im Straßenraum: Eine einfache und übersichtliche Gestaltung von Kreuzungen wäre eine effektive Möglichkeit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Verkehrsrelevante Informationen sollten in adäquater Größe, Helligkeit und Dauer dargeboten werden. Entscheidend sei auch das Ausmaß der Informationen. 'Schilderwald', Werbungen am Straßenrand, aber auch die Informations- und Warnsysteme in den Fahrzeugen sollten so weit wie möglich reduziert werden.

Die Generation 65+ hat allerdings im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen ein erhöhtes Risiko, bei Unfällen verletzt und getötet zu werden. Die physische Widerstandskraft lässt nämlich mit zunehmendem Alter nach. "Die wohl beste Interventionsmöglichkeit sind moderne, crashsicher konstruierte Fahrzeuge mit effektiven Sicherheitsassistenten sowie einer verstärkten Fahrzeugstruktur", erklärte ÖAMTC-Experte Nose.

Er hält es auch für sinnvoll, älteren Verkehrsteilnehmern zielgerichtet Informationen bereitzustellen, um Wissenslücken bei rechtlichen Änderungen oder technische Entwicklungen bei Fahrzeugen und Infrastruktur zu schließen. (APA, 25.11.2014)

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