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Jedem Haus seine Holzheizung

4. Dezember 2014, 14:48

Biomassefeuerungen überzeugen durch niedrige Brennstoffkosten, Technik und Design.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Anzahl der Haushalte mit Biomasse-Zentralheizung um 40 Prozent zugenommen. Ein Grund für den Erfolg sind die konstanten und niedrigen Kosten von Holzbrennstoffen. Hackschnitzel kosten im Vergleich zu Heizöl etwa die Hälfte. Die Preise von Bioenergie sind vom Ölpreis weitgehend unabhängig, denn in Österreich genutzte Biomasse fällt zum Großteil als Nebenprodukt aus der Forst- und Holzwirtschaft an.

Lohnende Investition

Die Anschaffungskosten für ein biogenes Heizungsystem beginnen im Privatbereich bei einigen hundert Euro für eine einfache Zusatzheizung. Der Preisvorteil kompensiert die höheren Investitionen in eine automatische Biomasseheizung in der Regel nach einigen Jahren. Bei einem Gebäude mit größerem Wärmebedarf – beispielsweise ein Mehrfamilienhaus, kommunale Gebäude oder ein Gewerbebetrieb – amortisiert sich die Anschaffung aufgrund der niedrigeren Brennstoffkosten noch schneller. Über die gesamte Nutzungsdauer ergibt sich ein enormes Einsparungspotenzial. Um hohe Investitionskosten abzufedern, fördern Bund, Länder und einige Gemeinden Holzheizungen. Für die Abschätzung der Amortisationsdauer von automatischen Holzheizsystemen wurde von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Kärnten ein Umstiegsrechner entwickelt, der es ermöglicht, einen individuellen Vollkostenvergleich durchzuführen. Bei Fragen zu Investitionen, Wartung und Förderungen von Biomasseheizsystemen stehen österreichweit mehr als 1000 Biowärmepartner, das sind speziell geschulte Installateure und Rauchfangkehrer, zur Verfügung.

Vom Stückholzkessel bis zur Nahwärmeanlage

Für nahezu alle Gebäudeklassen, Anwendungen und Geldbörsen gibt es ein geeignetes Holzheizsystem. Heizen mit Stückholz ist eine besonders günstige Art der Wärmegewinnung. Der Austausch eines alten Allesbrenners auf einen modernen Holzvergaserkessel spart durch bessere Wärmewirkungsgrade Heizkosten und entlastet aufgrund niedriger Emissionswerte die Umwelt. Für den Einsatz in weniger gut gedämmten Gebäuden sind neben Stückholzkesseln auch zahlreiche Pelletskesseltypen verfügbar. Hackschnitzelfeuerungen eignen sich vor allem für Gebäude mit hohem Wärmebedarf und ausreichendem Platzangebot für die Lagerung von Hackschnitzeln. Besonders geeignet sind sie für Gewerbebetriebe mit hohem Wärmebedarf wie Hotels, Werkstätten oder Kaufhäuser. Aber auch öffentliche Gebäude wie Schulen bieten optimale Voraussetzungen für eine Hackgutheizung.

Bei Nahwärme-Anlagen werden von einer Heizzentrale aus Gebäude, Betriebe oder ganze Siedlungen mit Wärme versorgt. Im Heizkessel der Zentrale wird Wasser erwärmt, das über gut isolierte Leitungen zu den einzelnen Abnehmern in der Nähe gelangt. Öfen und Herde haben sich mittlerweile von reinen Nutzgeräten zu Lifestyle-Objekten in einer Fülle von Designs entwickelt. Der niedrige Energiebedarf von Neubauten und innovative Technik erlauben es, den kompletten Wärme- und Warmwasserbedarf eines Hauses mit einem Zimmerheizgerät bereitzustellen – Handysteuerung inklusive. Bei Kachelöfen gilt die Devise: Alles ist möglich. Die österreichischen Hafner sind Meister ihres Fachs und planen jedes Heizgerät individuell. Kachelöfen können mit Warmwasserbereitung, Pelletsbrenner oder als Ganzhausheizung ausgeführt werden. Besonders hochwertige Biomasseheizungen werden mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Eine Heizung benötigt Verbrennungsluft, also Sauerstoff, damit das Holz auch brennen kann, und einen Abgaszug für die Rauchgase, die bei der Verbrennung entstehen. Dafür ist der Rauchfang – auch Kamin oder Schornstein genannt – zuständig. Der Rauchfang im Haus ist eine Voraussetzung, um den Energieträger wechseln zu können. Dabei kostet ein moderner Rauchfang nur rund ein Prozent der Bausumme. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass Rauchfanganschlüsse den Wert der Immobilie erheblich steigern. Ein nachträglicher Einbau kann wesentlich teurer kommen.

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    foto: kachelofenverband / ortner
  • Während sich biogene Brennstoffe wie Hackschnitzel, Scheitholz und Hackgut durch geringe Brennstoffkostensteigerungen auszeichnen, haben sich die Kosten für Heizöl und Erdgas seit der Jahrtausendwende vervielfacht.
    grafik: öbmv

    Während sich biogene Brennstoffe wie Hackschnitzel, Scheitholz und Hackgut durch geringe Brennstoffkostensteigerungen auszeichnen, haben sich die Kosten für Heizöl und Erdgas seit der Jahrtausendwende vervielfacht.

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