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Holz – Das Rückgrat der Energiewende

4. Dezember 2014, 14:48

Die Energiewende ist unabdingbar. Mehr als die Hälfte der erneuerbaren Energie stammt bereits jetzt aus Biomasse. Holz ist der bedeutendste heimische Energieträger, jedes Jahr wächst in unseren Wäldern mehr Holz nach als genutzt wird.

CO2-neutral und unabhängig von fossiler und atomarer Energie – das ist das Ziel der Energiewende, eines der großen und wichtigsten Vorhaben unserer Generation. Die Energieversorgung soll möglichst komplett mit erneuerbaren Energien stattfinden. Erneuerbare Energien sind klimaneutral, da sie unser Klima nicht durch zusätzliche Freisetzung von klimaschädlichem CO2 belasten. Und, der Umstieg auf erneuerbare Energien ist die einzige Möglichkeit, um von den fossilen Ressourcen Kohle, Gas, Uran und vor allem Erdöl unabhängig zu werden. Knapper werdende Rohstoffe machen ein Umdenken und die Suche nach Alternativen wie Biomasse, Sonne, Wind und Wasser zur Notwendigkeit.

Gute Ausgangsposition Österreichs

Mehr als die Hälfte der erneuerbaren Energie stammt aus Biomasse, der Löwenanteil davon ist Wärme aus Holz. Gut die Hälfte des heimischen Energieverbrauchs wird für Wärme, etwa zum Heizen der Häuser und Wohnungen und zur Warmwasseraufbereitung, benötigt. Klassische elektrische Anwendungen wie der Betrieb von Elektromotoren, Beleuchtung und Elektrogeräte machen dagegen nur etwa 12 Prozent des Energieverbrauchs aus. Auch für die Stromproduktion spielt Holz eine wichtige Rolle: In sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kann es in Strom und Wärme umgewandelt werden. Österreich erzeugt bereits jetzt einen großen Teil seines Stroms mithilfe von Biomasseheizkraftwerken, Windparks, Photovoltaikanlagen und nicht zuletzt durch die schon lange bestehenden Wasserkraftwerke im Land.

Holz ist die wichtigste erneuerbare Ressource und ist als Bau-, Werk- und Brennstoff vielseitig verwendbar. Etwa 14 Prozent des heimischen Bruttoinlandsverbrauchs an Energie stammen aus Holz. Der Anteil von Holz am Energiebedarf ist respektabel – und er ist ausbaubar. Denn Holz ist nachhaltig und es wächst jedes Jahr mehr Holz nach, als geerntet wird. Holzbasierte Biomasse inklusive der Ablauge der Papierindustrie in Österreich hat einen Anteil von 46,5 Prozent an der erneuerbaren Energieaufbringung. Damit liegt der nachhaltige Rohstoff Holz noch vor der Wasserkraft mit 37 Prozent, der Windenergie mit 2 Prozent und der Photovoltaik mit 0,3 Prozent. Das zentrale Einsatzgebiet von Biomasse ist mit einem Anteil von 82 Prozent der Wärmemarkt, gefolgt von Biotreibstoffen mit 10 Prozent und der Ökostromerzeugung aus Biomasse und Biogas mit 8 Prozent.

Heizen als Hebel

Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt konsumiert rund 59 Prozent seiner jährlich verbrauchten Energie in Form von Wärme, 33 Prozent machen Treibstoffe aus. Nur neun Prozent beträgt der Anteil von Strom für Beleuchtung, EDV und Haushaltsgeräte. Trotz dieses geringen Beitrags wird oft auf den Stromverbrauch fokussiert. Eine wirksame Energiewende bedeutet aber insbesondere die Abkehr von fossilen Energieträgern im Wärmebereich.

Bedeutender Wirtschaftsfaktor

Die Energiegewinnung aus Biomasse stellt heute auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Österreich dar. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energie trägt damit auch zur Umstrukturierung der Wirtschaft in Richtung eines zukunftsfähigen Energiesystems bei: Stichwort Green Economy. Vom Ausbau der Bioenergie profitieren nicht nur Haushalte, denen dadurch günstiger heimischer Brennstoff zur Verfügung steht, sondern auch die Industrie durch Produktion der Anlagen, das Gewerbe durch deren Verkauf, Installation und Wartung sowie die Land- und Forstwirtschaft als Rohstoffproduzent und nicht zuletzt auch die Gemeinden, da die Ausgaben für die Brennstoffe in der Region bleiben. Das beweist auch eine Studie der TU Wien, JKU Linz und des Dachverbandes Erneuerbare Energien. Die Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte infolge der Umstellung des österreichischen Energiesystems von fossilen auf erneuerbare Energieträger vom Jahr 2000 bis 2011 zeigt einen jährlichen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um durchschnittlich 400 Mio. Euro. Dies entspricht einem durchschnittlichen Anteil von 0,1 Prozent am österreichischen BIP. Zudem wuchs durch die Forcierung erneuerbarer Energieträger die Beschäftigtenzahl zwischen 2000 und 2011 pro Jahr im Schnitt um 3300 Personen. Die Biomasse-Branche erwirtschaftete 2013 Umsätze von rund drei Milliarden Euro und beschäftigt etwa 20.000 Arbeitskräfte. Fast jeder zweite Arbeitsplatz der Branche erneuerbare Energie ist im Bereich der Nutzung fester Biomasse angesiedelt.

Weltweite Spitzenpositionen

Österreichische Unternehmen besetzen mit ihren Innovationen im Bereich Bioenergie weltweit Spitzenpositionen. Heimische Biomassekessel-Hersteller setzen etwa 70 Prozent ihrer Produktion im Ausland ab. So kommen zum Beispiel zwei von drei in Deutschland installierten Biomassefeuerungen aus Österreich. Der Gesamtumsatz österreichischer Biomassekesselfirmen lag im Jahr 2012 bei rund 1,1 Mrd. Euro.

  • Biomasse-Brennstoffe werden regional produziert und reduzieren die Abhängigkeit von russischem Erdgas und Erdöl aus dem krisengeschüttelten Nahen Osten.
    foto: lk steiermark

    Biomasse-Brennstoffe werden regional produziert und reduzieren die Abhängigkeit von russischem Erdgas und Erdöl aus dem krisengeschüttelten Nahen Osten.

  • Seit 1970 hat sich der Energieverbrauch in Österreich vervielfacht. Gelingt es, diesen zu senken, könnten im Jahr 2030 etwa 60 Prozent der Energie erneuerbar bereitgestellt werden. Photovoltaik und Windkraft werden im Vergleich zu Bioenergie und Wasserkraft an Bedeutung gewinnen. Wichtigster erneuerbarer Energieträger bleibt jedoch Holz.
    grafik: biomasseverband

    Seit 1970 hat sich der Energieverbrauch in Österreich vervielfacht. Gelingt es, diesen zu senken, könnten im Jahr 2030 etwa 60 Prozent der Energie erneuerbar bereitgestellt werden. Photovoltaik und Windkraft werden im Vergleich zu Bioenergie und Wasserkraft an Bedeutung gewinnen. Wichtigster erneuerbarer Energieträger bleibt jedoch Holz.

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