Rechtskräftig: Ein Disput zwischen Brandstätter und "Österreich" vom Tisch

24. November 2014, 17:29
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Groß angelegter Vergleich zwischen Mediengruppe Österreich und Mediaprint

Wien - Die Mediengruppe Österreich hat im Rahmen eines groß angelegten Vergleichs mit der Mediaprint ihre außerordentliche Revision gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Wien zurückgezogen.

Gegenstand war ein Disput zwischen "Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner und "Kurier"-Chefredakteur Helmut Brandstätter um angeblich erfundene Interviews in der Tageszeitung "Österreich". Das Verfahren sei damit zugunsten Brandstätters ausgegangen, wie der "Kurier" am Wochenende berichtete. "Österreich" wollte das Vorgehen nicht kommentieren.

"Söldner des Informationshandels"

Grund für die Klage war ein Kommentar Brandstätters, indem er auf Fellner gemünzt von einem "Söldner des Informationshandels" schrieb und Sponsoren des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) aufforderte, nicht mehr in "Österreich" zu inserieren. Fellner klagte daraufhin wegen Boykott-Aufrufs.

Der Anlass für Brandstätters Kommentar war die "Österreich"-Berichterstattung über Teamchef Marcel Koller vor dessen Vertragsverlängerung. So wurde er zum Beispiel als "Verräter" bezeichnet. In einem Offenen Brief protestierten sogar Spieler des Fußball-Nationalteams und sprachen von erfunden Interviews.

"Kurier"-Herausgeber Brandstätter kommentierte die Causa auf seinem Branchendienst atmedia.at so: "Man darf nun ungestraft behaupten, dass Österreich Interviews erfunden hat. Dieses Faktum ist jetzt aktenkundig."

Der zurückgezogene Rekurs dürfte aber dem Vernehmen nach Teil eines großen rechtlichen Friedensschlusses zwischen der Österreich-Gruppe und der Mediaprint sein und soll gleich eine ganze Reihe von Verfahren zwischen den beiden Verlagshäusern betreffen, die derzeit beigelegt werden. (APA, red, 24.11.2014)

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