Religionsunterricht wird vor allem von Katholiken besucht

24. November 2014, 15:46
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Nur wenig muslimische Teilnehmer in weiterführenden Schulen verglichen mit Verhältnis in Bevölkerung

Wien - Der Religionsunterricht an den weiterführenden Schulen in Österreich wird, verglichen mit dem Verhältnis der Konfessionen in der Bevölkerung, überwiegend von Katholiken wahrgenommen. 88 Prozent der nicht abgemeldeten Schüler nahmen am katholischen Unterricht teil, ergibt eine Anfragebeantwortung des Bildungsministeriums. Nur rund 5 Prozent machten jeweils muslimische und evangelische Schüler aus.

Abmeldungen

Insgesamt rund 331.000 Schüler besuchten im Schuljahr 2013/14 den Religionsunterricht an AHS, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) und Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP). Wie viele Schüler insgesamt in diesem Zeitraum diese Einrichtungen besuchten, konnte das Bildungsministerium nicht beantworten, da es noch keine gültigen Zahlen gebe, hieß es auf Anfrage. Auch gibt es keine Aufzeichnungen über die Abmeldungen vom Religionsunterricht. Dazu würden zentral keine Informationen vorliegen, hieß es in der Beantwortung der Anfrage, die FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz gestellt hatte.

Ein halbes Prozent der am Religionsunterricht teilnehmenden Schüler besuchen die verschiedenen Typen des orthodoxen Religionsunterrichts, den israelitischen Unterricht in den weiterführenden Schulen besuchten 220 Personen, den buddhistischen 50. Das Verhältnis von katholischen und muslimischen Religionsschülern spiegelt allein deshalb die demografische Situation nicht wider, da auf 5,3 Mio. Katholiken in Österreich geschätzte 600.000 Muslime kommen.

Das Ministerium merkt zudem an, dass aufgrund der Daten zum Religionsunterricht keine eindeutigen Rückschlüsse auf das Religionsbekenntnis der Schüler selbst zu führen seien. "Wenig Aussagekraft" haben laut Anfragebeantwortung auch die Daten zu BMS und BHS, da oft schulartenübergreifender Religionsunterricht stattfinde, weswegen man im Ministerium von einer Beantwortung gleich Abstand genommen hat. (APA, 24.11.2014)

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