Leitbörsen in Fernost überwiegend fester

24. November 2014, 12:04
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Börse Tokio geschlossen

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag überwiegend höher geschlossen, nachdem Chinas Zentralbank ihren Leitzins erstmals seit zwei Jahren gesenkt hatte. Während die Tokioter Börse geschlossen blieb, legte der Hang Seng Index in Hongkong um 456,02 Zähler (plus 1,95 Prozent) auf 23.893,14 Einheiten zu. Der Shanghai Composite gewann 46,09 Punkte oder 1,85 Prozent auf 2.532,88 Punkte ab.

Die Märkte in Singapur und Sydney schlossen ohne klare Richtung. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.340,53 Zählern mit einem Minus von 4,79 Punkten oder 0,14 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 56,9 Zähler oder 1,08 Prozent auf 5.349,00 Einheiten.

Im Fokus stand dabei die Leitzinssenkung der People's Bank Of China (PBOC). Die Notenbank verbilligte den Schlüsselsatz am Freitag auf 5,6 von zuvor sechs Prozent. Damit wolle das chinesische Regime dem schwächsten Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte seit dem Jahr 1990 entgegenwirken, hieß es. Auch wenn die Indizes in China daraufhin zulegten, wäre ein mittelfristiger Gewinn am Aktienmarkt nahezu überraschend: Bei sechs der sieben letzten chinesischen Zinssenkungen lagen die Börsenkurse zwei Monate später tiefer, als zuvor.

Infolge der niedrigeren Leitzinsen legten die Papiere von Finanzdienstleistern in Hongkong zu, Aktien des zweitgrößten Branchenkonzerns Haitong Securities gewannen 7,45 Prozent auf 13,55 Hongkong Dollar, während jene des chinesischen Marktführers Citic Securities 8,19 Prozent auf 21,80 Hongkong Dollar kletterten.

An der Börse in Sydney legten die Anteilsscheine von Bergbaukonzernen deutlich zu: Rio Tinto gewannen 3,35 Prozent auf 58,30 australische Dollar, BHP Billiton verteuerten sich um 3,79 Prozent auf 32,90 australische Dollar. Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton will wegen des Preisverfalls bei zahlreichen Rohstoffen die Kosten stärker drücken als bisher geplant. Bis Mitte 2017 sollen mindestens vier Milliarden Dollar eingespart werden, wie das australische Unternehmen am Montag mitteilte. Bisher waren für diesen Zeitraum 500 Millionen Dollar weniger vorgesehen gewesen. (APA, 24.11.2014)

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