Brent-Ölpreis so tief wie zuletzt im Juli 2010

28. November 2014, 11:12
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Goldpreis ebenfalls schwächer

Wien - Der Brent-Ölpreis hat am Freitagvormittag weiter nachgegeben. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 71,80 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag notierte der Brent-Future zuletzt bei 72,58 Dollar.

Eine Erholung des Ölpreises ist vorerst nicht in Sicht. Auf der mit Spannung erwarteten OPEC-Sitzung am Vortag in Wien beschloss das Ölkartell keine Kürzung seines Produktionsziels. Bis zur nächsten Sitzung im Juni 2015 wird es daher bei 30 Mio. Barrel pro Tag liegen. Manche Staaten hatten auf eine Kürzung des Produktionsziels gehofft, um so dem aktuellen Überangebot am Weltmarkt beizukommen. Dieses ist für den seit Monaten andauernden Preisverfall beim Öl maßgeblich verantwortlich.

"Wir wollen abwarten, wie sich der Markt entwickelt", sagte OPEC-Generalsekretär Abdalla El-Badri nach dem Treffen. Schon während des Treffens gerieten die Preise ins Rutschen, nachdem sich der mächtige Mitgliedsstaat Saudi Arabien bereits im Vorfeld gegen eine Produktionskürzung ausgesprochen hatte. Aktuell notiert der Brent-Preis so tief wie seit Juli 2010 nicht mehr.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Donnerstag auf 70,80 Dollar pro Barrel gefallen. Am Mittwoch hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 73,70 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich ebenfalls schwächer. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.184,40 Dollar Dollar (nach 1.197,50 Dollar im Nachmittags-Fixing am Donnerstag) gehandelt. (APA, 28.11.2014)

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