Kraft in Klingenthal Zweiter, Sieg für Koudelka

23. November 2014, 12:49
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Premiere für den Tschechen - Hayböck als Neunter im Vorderfeld

Klingenthal - Österreichs Skispringer zeigten sich nach der Enttäuschung vom Teambewerb am Sonntag verbessert. Stefan Kraft musste sich im ersten Einzelbewerb der Saison mit 274,1 Punkten nur dem Tschechen Roman Koudelka (276,4) geschlagen geben, der damit zu seinem ersten Sieg im Weltcup kam.

Der zur Halbzeit führende Deutsche Andreas Wellinger wurde Dritter (270,7). Vierter wurde der Norweger Anders Fannemel vor dem Slowenen Peter Prevc.

Michael Hayböck landete auf Platz neun (249,3), Gregor Schlierenzauer wurde 15. (237,1). Andreas Kofler als 37. und Thomas Diethart als 40. hatten die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.

"Das ist unglaublich. Ich war ein bisschen nervös, aber jetzt bin ich natürlich sehr zufrieden", sagte Sieger Koudelka (138/139,5 m) nach der Konkurrenz.

Am Freitag steht im finnischen Kuusamo der nächste Einzel-Wettbewerb der Saison auf dem Programm.

Kraft hatte als einziger ÖSV-Springer auch im Teambewerb starke Sprünge gezeigt und damit seine gute Form des Sommers prolongiert. "Heute habe ich auch noch die letzte Lockerheit dazubekommen, ich bin sehr happy über den zweiten Platz", meinte er nach seinem dritten Podestplatz im Weltcup. "Roman war zu stark, er war der Beste des ganzen Wochenendes."

Hayböck durfte als Neunter ebenfalls zufrieden sein, er ließ die mäßige Vortagsleistung vergessen. "So schlechte Sprünge wie am Samstag habe ich den ganzen Sommer nicht gemacht", erklärte der 23-Jährige. "Aber heute war der Probedurchgang schon besser und der Wettkampf ist gut gelungen.

"Ich bin zum ersten Mal ohne Vorbereitung auf Schnee gestartet, daher bin ich mit den Top Ten sehr zufrieden", meinte der Oberösterreicher.

Der neue Cheftrainer Heinz Kuttin konnte danke des Resultats am Sonntag doch noch zufrieden Bilanz ziehen und sprach von Training und Einzelbewerb als zwei positiven Tagen. "Im Teambewerb haben wir einen rabenschwarzen Tag erwischt, da war ich baff. Es hat ausgeschaut, als ob sie Blei an den Füßen hätten. Das haben sie abgeschüttelt und sich am Sonntag ganz anders präsentiert", sagte der Kärntner.

Bei Diethart, Kofler und Wolfgang Loitzl, der die Qualifikation verpasst hatte, brauche man noch Geduld. Das Trio genieße aber weiter sein Vertrauen, so Kuttin. (APA/red - 23.11. 2014)

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