Kurz zieht positive Zwischenbilanz der "#stolzdrauf"-Kampagne

23. November 2014, 10:26
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"Ohne Polarisierung fliegt eine Kampagne nicht", sagt ein Sprecher des Integrationsministers

Wien - Eine positive Zwischenbilanz der "#stolzdrauf"-Kampagne nach zwei Wochen hat das Integrationsministerium von Sebastian Kurz (ÖVP) am Sonntag gezogen. "Die Kampagne hatte einen der durchschlagendsten Starts einer politischen Facebook-Kampagne in Österreich bisher", sagte Ministeriumssprecher Martin Weiss gegenüber der APA.

Rund 50.000 Nutzer haben laut Ministerium die App genutzt und Inhalte auf Facebook gepostet, auf Twitter wurden 2.500 Tweets mit dem Hashtag #stolzdrauf gezählt - viele davon allerdings in ironischem bis negativen Kontext.

Im ORF liefen zur Bekanntmachung der Aktion zwei Wochen lang TV-Spots. Das Ministerium verweist auf die "enorme Breite der Kampagne", wo viele Organisation wie Caritas, Israelitische Kulturgemeinde, türkische Kulturgemeinde oder Rotes Kreuz, zahlreiche Unternehmen und Prominente aber vor allem viele tausend Unterstützter mitgemacht haben.

"Wer etwas beiträgt"

Zur Kritik an der Kampagne hält das Ministerium fest, "natürlich wollten wir anecken, indem bewusst die Begriffe Heimat und stolz gewählt wurden. Das hat durchaus polarisiert. Aber ohne Polarisierung fliegt eine Kampagne nicht." Auf Facebook sei die Kampagne durchwegs positiv gewesen, auf Twitter bisweilen ambivalent.

Für Kurz steht die Leistung der Menschen im Mittelpunkt, wobei es egal sein soll, woher jemand kommt.: "Wer etwas beiträgt, soll sich heimisch fühlen können, unabhängig von seiner Herkunft."

Mit der jetzigen "meine Heimat Österrreich - stolz drauf"-Kampagne ist die Kampagne "Zusammen Österreich" schon in ihre vierte Auflage gegangen. Seit 2011 sind die Integrationsbotschafter unterwegs. Zu Beginn 100, inzwischen sind es 300. 2012 gab es eine zweite Auflage unter dem Motto "Vereine machen auf, Migranten machen mit", wo es darum ging, Migranten zur Teilnahme in ehrenamtlichen Vereinen zu motivieren. Dir dritte Auflage hatte einen Schwerpunkt auf der Lehre, wo gemeinsam mit Unternehmen unter jungen Migrantinnen und Migranten für den Lehrberuf geworben wurde. (APA/red, derStandard.at, 23.11.2014)

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