Europas Telekombranche schnuppert Morgenluft

21. November 2014, 16:39
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Orange-Übernahme durch "3" führte zu um 20 Prozent höhere Mobilfunkpreise in Österreich

Europas Telekomindustrie blickt nach Jahren des Preiskampfs und scharfer Regulierung wieder optimistischer nach vorn. Entscheidend sei nun, wie man mit dem neuen Mobilfunkstandard 4G Geld verdienen könne, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Denn die Kunden sollten für die schnelleren Dienste auch mehr bezahlen.

Der spanische Konkurrent Telefonica setzt verstärkt darauf, Festnetzangebote mit Mobilfunk- und Fernsehdiensten zu bündeln. Diese Strategie sei zunehmend erfolgreich, sagte Telefonica-Topmanager Jose Maria Alvarez-Pallete. "2015 sollten wir es beim Umsatz wieder ins positive Gelände schaffen." Im vergangenen Jahr sackten Telefonicas Erlöse auf dem Heimatmarkt um 15 Prozent ab.

Um 20 Prozent höhere Mobilfunkpreise

Zuletzt haben Zusammenschlüsse in Österreich, Deutschland, Irland und Spanien dazu geführt, dass die Zahl der Anbieter in einigen Märkten gesunken ist. In Österreich etwa stiegen die Mobilfunkpreise um rund 20 Prozent, nachdem Hutchison mit seiner Marke "3" den Konkurrenten Orange übernommen hatte und die Zahl der Betreiber mit eigenem Netz von vier auf drei schrumpfte.

Ein Beleg für den wachsenden Optimismus ist auch die Tatsache, dass der Aktienindex für europäische Telekomfirmen in diesem Jahr um gut acht Prozent zulegte und damit stärker als der Gesamtmarkt mit knapp sechs Prozent. (APA, 21.11. 2014)

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