Österreicher in Wales wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt

21. November 2014, 14:58
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23-Jähriger war im Besitz eines europäischen Waffenpass und wähnte sich in Legalität

London/Wien - Ein 23-jähriger österreichischer Staatsbürger ist in Wales wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer 18-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Laut britischen Medienberichten dachte Manuel W., dass er die halbautomatischen Schusswaffen legal in das Vereinigte Königreich mitnehmen dürfe, da er im Besitz eines europäischen Waffenpasses gewesen ist.

W. war zu einem Personenschutz-Seminar nach Wales gereist und hatte neben einem Gewehr und einer Pistole auch ein Axt, einen Schlagstock, Gasmasken und Schutzkleidung sowie Munition und diverses Zubehör im Gepäck. Dort wurden andere Teilnehmer auf die Waffen aufmerksam und verständigten die Polizei. Erlaubt waren an dem Seminar höchstens Messerimitate aus Gummi.

W. leugnete nicht, dass er die Waffen mitgenommen hat, doch habe er die zuständigen Behörden darüber informiert. Seine Einreise von Calais in das Vereinigte Königreich mit der Ausrüstung verlief problemlos. Er war der Meinung, dass sein Vorgehen legal gewesen ist. Da der europäische Waffenpass aber nicht die nationalen englischen Gesetze außer Kraft setzt, wurden die Pistolen als illegal eingestuft und konfisziert. (APA/red, derStandard.at, 21.11.2014)

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