Niki startet erstmals Langstrecke ab Wien

Ansichtssache21. November 2014, 14:24
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Ab Montag fliegt die Airline einmal täglich nach Abu Dhabi, gebucht werden kann auch Business-Class

Wien - Die vor rund zehn Jahren von Niki Lauda gegründete Airline Niki fliegt ab Montag im Codeshare mit Etihad täglich von Wien nach Abu Dhabi. Die Airline im Eigentum von Air Berlin (deren Haupteigentümer Etihad ist) steuert damit ihre erste Langstrecken-Destination mit etwa fünfeinhalb Stunden an. Geflogen wird mit einem Airbus A320, der dafür umgerüstet wurde und – auch das ist ein Novum – mit einer Business-Class ausgestattet wurde.

Niki-Chef Christian Lesjak sagte am Freitag bei der Präsentation, es sei bisher unvorstellbar gewesen, an ein derart internationales Netzwerk nach Australien, Asien, Afrika und dem indischen Subkontinent angeschlossen zu sein. "Nach Sydney haben wir nun die beste Verbindung, weil der Aufenthalt in Abu Dhabi nur zwei Stunden beträgt", sagte Lesjak.

Viele Transferpassagiere

Daher erwartet sich Niki auch mehrheitlich, nämlich 60 Prozent, Transferpassagiere. Wegen dieser habe man sich auch für eine Business-Class entschieden. Wer etwa aus Asien oder Australien in der Business nach Abu Dhabi fliegt, der wolle nicht nach Wien in der Eco sitzen, so die Begründung für die zwölf Sitze in der Business Class. Ein Sitz kostet derzeit 1.900 Euro, in der Ecconomy kostet das Ticket für hin und retour 500 Euro. Internet ist in der Business gratis, an den hinteren Sitzen werden für den gesamten Flug 13,90 Euro verrechnet.

Verkehrsrechte

Die Verkehrsrechte für den Flug zu bekommen war nicht einfach, weil die AUA und die Lufthansa-Gruppe darüber nicht erfreut waren. Lesjak diplomatisch: "Man hat es nicht aktiv unterstützt, aber wir waren immer der Underdog in diesem Markt."

Peter Baumgartner, Vertriebsvorstand bei Etihad, nannte Abu Dhabi als idealen Gateway für die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit dem Auto sei man in 45 Minuten am Flughafen Dubai. Ob ein zweiter täglicher Flug geplant sei, ließ er offen. (cr, derStandard.at, 21.11.2014)

foto: standard/matthias cremer
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