"PES 2015" im Test: Besser als "FIFA"?

Rezension23. November 2014, 12:00
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Konami versucht einen zweiten Neustart - und macht dabei vieles richtig

Wir schreiben die 89. Spielminute. Es steht 0:0 und meine Mannen von Manchester United versammeln sich einmal mehr um den Strafraum von Ajax Amsterdam. Angel Di Maria schummelt sich am Eck des Sechzehners an einem Verteidiger vorbei und legt in die Mitte ab zu Rooney. Mit Vollspann knallt der den Ball durch die Lücke auf das Tor.

Keeper Cillessen erreicht den etwas zu unplatzierten Ball und lässt ihn abklatschen. Stürmerstar van Persie ist einen Schritt schneller als sein Verfolger und erreicht den Ball. Sein Schuss trifft die Beine eines Defensivmanns der Niederländer und springt von dort einem seiner Teamkollegen vor die Beine. Der leitet den Konter ein. Drei Pässe später kann selbst der Blutgrätschenversuch von Johnny Evans den Isländer Kolbeinn Sigthorsson nicht stoppen. Der lupft den Ball über den herauseilenden David de Gea und bringt Ajax in Führung. Kurz darauf: Der Abpfiff.

Wenn der Tester zum Tier wird

Ich brülle unflätige Begriffe in Richtung Fernseher, die selbst einem hartgesottenen Seemann die Schamesröte in die Wangen kriechen lassen würde. Frustriert werfe ich meinen Controller auf das Sofa. Die Katze blickt mich mit verwundert bis neugieriger Miene an und tritt den Rückzug auf das Hochbett an. Könnte ich ihre Gedanken lesen, sie ließen sich wohl am ehesten mit "Ist er denn jetzt völlig durchgeknallt?" übersetzen.

Die Frage lässt sich ganz objektiv mit "Ja" beantworten. Kämpfe in "Dragon Age" in letzter Sekunde zu verlieren lässt mich kalt. An der letzten Hürde eines Levels in "Super Meat Boy" (ausdrückliche Empfehlung!) zu scheitern, verkrafte ich gut. Tausende Tode in einem Shooter zu sterben berührt mich ebenfalls nicht sonderlich. Doch bei einem Last-Minute-Gegentreffer in einem Fußballspiel werde ich zum Tier. Insbesondere dann, wenn ich das Leder zuvor des Mehrfachen knapp am gegnerischen Tor vorbei und zwei Mal an den Pfosten gesetzt habe. Ach ja, und übrigens, willkommen bei "Pro Evolution Soccer 2015".

Neuer Neuanfang mit hübscheren Menüs

Anderthalb Monate nachdem EA Sports mit "FIFA 15" den Ankick in die neue, virtuelle Saison vollzogen hat, betritt nun auch Konami den Rasen. Hatte man in den letzten Jahren stets versucht, einigermaßen zeitgleich zum großen Konkurrenten zu erscheinen, hat man die Entwickler heuer in die Verlängerung geschickt. Aus gutem Grund: Denn mit dem unfertigen "PES 2014", der ersten Umsetzung in der Fox Engine, die etwa auch "Metal Gear Solid" mittlerweile nutzt, hat man die eigenen Fans merklich enttäuscht.

Das Bemühen um einen zweiten Neuanfang macht sich bereits nach dem Start des Spieles bemerkbar. Erstmals liefert man Menübildschirme ab, die nicht das Flair der frühen 2000er-Jahre versprühen, sondern tatsächlich eines neuen Titels würdig sind. Viele Dinge sind jetzt etwas schneller zugänglich, es gibt aber weiter Verbesserungspotenzial.

So wird man in Spielmodi wie der Master League nach wie vor mit Zwischenbildschirmen konfrontiert, selbst wenn diese nichts anderes als die Nachricht, dass es keinerlei erwähnenswerte Neuigkeiten gibt, transportieren. Und Benachrichtigungsbildschirme erwecken immer noch den Eindruck, als hätte man sie direkt einem JRPG der 1990er-Jahre entnommen.

Schnörkelloses Tutorial

Einen No-Nonsense-Zugang hat Konami dafür beim Trainingsmodus gewählt, den ich jedem ans Herz legen kann, der mit "Pro Evo" noch nicht vertraut ist. Hier übt man Bewegungen, Pässe, Schüsse, Standards und Tricks. Was zu tun ist, wird kurz und bündig eingeblendet. Bei jeder Übung lassen sich drei Medaillenstufen (Bronze, Silber, Gold) erspielen und Punkte verdienen. Bei der Aufbereitung der einzelnen Herausforderungen hat man sich augenscheinlich etwas von "FIFA" inspirieren lassen – in positiver Weise.

Neben den Übungseinheiten liefert "PES 2015" das gewohnte Paket. Neben Freundschaftsspielen darf man verschiedene Bewerbe absolvieren, darunter die UEFA Champions League oder ihr südamerikanisches Pendant, die Copa Libertadores. Auch Meisterschaften in diversen Ländern lassen sich bestreiten.

Ungleicher Lizenzkampf

Betrachtet man die Auswahl an Herausforderungen und Mannschaften wird schnell klar, dass Konami nach wie vor keine Chance gegen EA hat, wenn es darum geht, sich Lizenzen für Originalnamen zu sichern. So verfügen die englische Premier League und Championship weder über ihre realen Liganamen oder Teams (mit Ausnahme von Manchester United), dafür konnte Konami sich aber die Rechte an den Spielernamen sichern. Die Serie A (Italien) heißt zwar nicht so, bringt aber immerhin Originalteams mit.

Vollständig lizenziert sind die argentinische Primera Division, die ersten beiden Ligen von Spanien und Frankreich und die niederländische Eredivisie. Spielern in Japan, wo der virtuelle Kick unter dem Titel "Winning Eleven" geführt wird, stehen auch noch die J-League 1 und 2 zur Verfügung. Die deutsche Meisterschaft ist überhaupt nicht implementiert, es gibt mit Bayern München, Bayer 04 und Schalke 04 aber drei lizenzierte Mannschaften aus der Bundesliga.

PESEdit stellt Patch-Projekt ein

Der Lizenz-Mix führt dazu, dass beim Austragen internationaler Bewerbe regelmäßig reale Teams und Fantasie-Equipes aufeinandertreffen. PC-Spieler können nachrüsten, da eifrige Fans an Patches arbeiten, über die nachträglich Originalinhalte eingepflegt werden. Allerdings mussten diese Bemühungen heuer einen herben Rückschlag verzeichnen, da das seit 2009 stets fleißige Team von PESEdit.com den jüngsten Spross der "PES"-Reihe nicht unterstützen wird. Als Gründe gab man unter anderem an, dass das Einpflegen von Informationen in die Spieldatenbank seit "PES 2014" erheblich erschwert wurde und man mit der PC-Portierung zunehmend unzufrieden sei.

Performance-Probleme am PC

In der Tat waren beim Test kleinere Defizite zu bemerken. So scheint die PC-Ausgabe im subjektiven Vergleich mit PS4-Screenshots grafisch nicht ganz die Qualität der Konsolenausgabe zu erreichen. Dazu brach die Spielgeschwindigkeit trotz ordentlicher Hardware-Ausstattung gelegentlich etwas ein. Beides ärgerlich, aber ohne Auswirkungen auf das Gameplay. Nichtsdestotrotz sollte man als PC-Spieler mehr erwarten können, zumindest darf man aber darauf hoffen, dass mittels Patch nachgebessert wird.

Realistischer Kick

Abseits dieser Ärgernisse bleibt allerdings eine Weisheit gültig: Was wirklich zählt, spielt sich auf dem virtuellen Rasen ab. Und hier darf man dem neuen "PES" gute Fortschritte attestieren, in mehrerlei Hinsicht. Das Geschehen am Feld verlagert sich wieder merklich langsamer, insbesondere im Vergleich zu "PES 2012" und "PES 2013".

Das liegt auch daran, dass sich der Computergegner nun notwendigenfalls auch in Abwarten und Vorsicht übt. Wer die Passwege gut zustellt und die Kicker des anderen Teams beim Aufbau mit Pressing stört, erzwingt meist längere Pass-Stafetten über die Breite des Feldes. Dort und da kann ein Tackling auch einmal gelingen, oder es ergibt sich eine Möglichkeit durch einen Fehlpass. Weil in den höheren Schwierigkeitsgraden – getestet wurde vor allem mit der zweithöchsten Einstellung "Superstar" – die KI-Mannschaft aber auch sehr geordnet verteidigt, ist auch eine frühe Balleroberung in der Gegenbewegung längst keine Garantie für eine hochkarätige Einschussmöglichkeit. Insbesondere der Strafraum wird fast immer beherzt zugestellt.

Für Taktikfüchse

Spiele laufen dabei im Grundtenor stets anders ab, da sowohl taktische Ausrichtungen und individuelle Klassenunterschiede der Kicker gut wiedergegeben werden. Soll heißen: Nicht nur die Beherrschung des Controllers ist eine Voraussetzung für den Erfolg, sondern auch die richtige Strategie.

Setzt der Gegner, wie etwa Ajax, auf viele Angreifer, die tief in der Hälfte des Spielers auf weiter Bälle lauern und dabei erfolgreich Druck erzeugen, kann man beispielsweise als Reaktion das defensive Mittelfeld aufrüsten und mehr Kicker nach hinten verlagern, oder aber auch das eigene Spiel stärker aus dem vom Gegner vernachlässigten Zentrum betreiben. Für was man sich letztlich entscheidet hängt auch von den Qualitäten des Kaders und der Tagesform der eigenen Mannen ab.

Auch wenn es ärgerlich ist, ein Spiel trotz klarer Überlegenheit zu verlieren – kaum etwas ist für Taktikliebhaber erfüllender, als das Gefühl, einen funktionierenden Plan entwickelt zu haben. Eine Tiefe, die "FIFA" in dieser Qualität nicht bietet. Die alte Fußballweisheit "Wer die Tore nicht schießt, bekommt sie" sollte man sich natürlich trotzdem zu Herzen nehmen.

Fordernder Fußball

"PES 2015" kann auch bei der Steuerung überzeugen. Schnell lernt man, dass man den Einsatz der Sprint-Taste vorsichtig dosieren sollte. Denn in voller Geschwindigkeit fallen Richtungswechsel schwerer, Pässe werden ungenauer und der Abstand zwischen Spieler und Ball ist größer. All das mündet in den meisten Situationen zu einem Ballverlust.

Obwohl die KI im Kontern nicht übertrieben effizient ist, weiß sie gut mit freien Räumen umzugehen. Da "PES" keine "Tactical Defending" bietet, das bei "FIFA" das das Abstandhalten zum gegnerischen Ballführenden automatisiert, erfordert effizientes Verteidigen hohe Konzentration. Umso mehr gilt das natürlich bei menschlichen Gegnern, deren Verhalten sich schwerer antizipieren lässt.

Übermacht Ronaldo

In dicht gedrängten Zweikampfsituationen entscheidet natürlich die Beherrschung des Controllers in hohem Maße über Gedeih und Verderb. Je souveräner man beim Timen und Ausführen von Tricks ist, desto eher überwindet man seine unmittelbaren Widersacher. Naturgemäß fallen Dribblings mit Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi merkbar leichter als etwa mit Durchschnittskickern der zweiten englischen Liga.

Hier stimmt aber manchmal die Balance nicht, insbesondere wenn man trotz guter Positionierung der Verteidiger einem gegnerischen Stürmer nichts entgegensetzen kann, während er sich von der Seite kommend bis vor das Tor durchtanzt – es sei denn man greift zur Notbremse und riskiert damit den Ausschluss eines Spielers, einen Elfmeter oder sogar beides. Selbst ein zeitlich gut gelagertes Sliding Tackling - das man wirklich nur mit viel Bedacht einsetzen sollte - garantiert aber noch keinen Ballbesitz, kann aber brenzlige Situationen meist entschärfen.

Etwas zu leicht erscheint auch das Toreschießen aus mittlerer Distanz. Zu oft treffen Spieler, die gerade einmal überdurchschnittliche Werte aufweisen aus dem Stand oder nach einer Drehung aus 20 Metern, während es gleichzeitig fast schwerer erscheint, den Ball aus zehn Metern platziert genug in Richtung Kasten zu ballern. Vor allem Spielern wie meiner Wenigkeit, die seit eh und je eine absolut grottige Chancenauswertung zeigen, dürfte dies verstärkt auffallen. Somit könnte es sich auch weniger um eine Schwäche des Spiels, sondern viel mehr um eine Übungssache handeln.

Guter Goalie, schlechter Goalie

Ein zweischneidiges Schwert sind und bleiben allerdings die Torhüter. Sehr positiv fällt auf, dass es keine schweren Aussetzer der künstlichen Intelligenz mehr gibt und die "Kastenschützer" gut mitdenken. Etwaige Patzer wirken so, als könnten sie im realen Fußballgeschehen ebenfalls passieren. Was jedoch sehr wohl als Kritikpunkt stehen bleibt, ist die Neigung der Goalies, scharf geschossene Bälle nach vorne oder auf die Seite – jedenfalls zurück ins Spielfeld – abzuklatschen.

Das führt zu zahlreichen Nachschuss-Chancen bzw. Toren, was nicht unbedingt realistisches Spielgeschehen reflektiert. Gut denkbar, dass dies aus dramaturgischen Gründen durchaus beabsichtigt ist, lässt sich doch ähnliches auch bei "FIFA" beobachten.

Atmosphärisch

Läuft eine Partei einmal, fallen diese Defizite aber nicht so stark ins Auge. Zu sehr ist man damit beschäftigt, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, Lücken zu suchen und gegebenenfalls mit Umstellungen auf spielerische Probleme zu reagieren. Wirft man von der Weite einen Blick auf den Bildschirm, könnte man das Geschehen am Platz – in positivem wie negativem Sinn – durchaus mit einer echten Fußballpartie verwechseln.

Das liegt auch daran, dass Konami die atmosphärische Präsentation aufgemotzt hat. Das Publikum ist zwar in grafischer Hinsicht immer noch zu undetailiert und uniform, untermalt das Gebolze auf dem grasigen Grün akustisch gut. Flotte Gegenstöße werden schnell mit aufbrausendem Zuschauerlärm untermalt. Wird der Ball länger im Mittelfeld hin und her geschoben ebbt die Stimmung ab und es mischen sich leise Pfiffe unter. Auch auf Schüsse ist die virtuelle Fanschar besser eingestellt und bejubelt nicht mehr jeden verzweifelten Ball, der aus 30 Metern deutlich am Tor vorbeigepfeffert wird wie eine hochkarätige Torchance.

Gewohnt verzichtbar ist die Begleitung durch zwei Kommentatoren. Deren Sprüche passen in ihrer Bewertung oft nicht zum Geschehen am Feld, zudem kommt es schnell zur Wiederholung von Floskeln. Eine Schwäche, die sich "PES" seit Jahren mit den Kick von EA teilt.

Selbst ist der Kicker

Etwas anders spielt sich das ganze im "Become A Legend"-Modus, das Gegenstück zu "Be A Pro" bei "FIFA". Hier beginnt man als junges Talent, und muss sich mit guten Leistungen zum Stammspieler, Nationalkicker und später zum Weltstar vorarbeiten. Dabei kann man gezielt seine verschiedenen Fähigkeiten trainieren, sich neue Tricks oder passiv wirksame Eigenschaften aneignen und sogar andere Positionen erlernen – wobei alle Möglichkeiten bis auf das Hüten des Tores offen stehen.

Standardmäßig geht man hier aus der Third-Person-Perspektive zu Werk. Das macht die Angelegenheit immersiver und realistischer, schlägt sich aber dafür auf die Übersicht. Wer will, kann die Kameraperspektive wechseln. Wenngleich Konami diesen Modus im Laufe der letzten "PES"-Versionen deutlich entschlackt hat, schleicht sich auf Dauer eine gewisse Eintönigkeit ein.

Das ist allerdings weniger den gegebenen Handlungsmöglichkeiten geschuldet, sondern der rigiden Arbeitsweise der Teamchefs. Unabhängig vom Gegner spielen diese fast nur mit der stets gleichen Formation und den gleichen taktischen Vorgaben. Auch wenn die Grundeinstellung dem Gegner in die Hände spielt und sich in einer Partie schnell ein Debakel abzeichnet, nimmt der Trainer keine Änderung daran vor. Wird man ausgewechselt, muss man sich die restliche Partie zudem bis zum Ende ansehen und kann die Zeit dabei maximal um den Faktor Zwei beschleunigen. Und das zieht sich, da ab dem Spielertausch die Partien tendenziell nach einem sich wiederholenden Schema ablaufen.

Master League

Prunkstück von "PES" ist seit je her die Master League. Hier übernimmt man als Manager einen Verein, und ist neben den eigentlichen Matches auch für Kaderplanung, Training und Taktik zuständig. Und zwar nicht nur für eine Saison, sondern über Jahre hinweg. Hier ist es einfach spannend zu sehen, wie man den Kader langfristig passend zu den eigenen taktischen Vorstellungen tunen kann und dabei sieht, wie sich junge Talente entwickeln.

Dabei muss jedoch auch auf die Vereinskassa aufgepasst werden. Wer ständig Geld in neue Stars investiert, kann aufgrund deren üppiger Gehälter schnell in Schwierigkeiten geraten. Wer neue Herausforderungen sucht, darf den Verein nun auch wechseln - oder muss das sogar, falls die Fußballer des Klubs das Vertrauen in das Tun des Spielers verlieren.

Überzeugendes Role Control

Wie jedes Fußballspiel ist auch "PES 2015" am besten zu mehrt zu genießen. Wie gehabt kann man lokal und online gegeneinander antreten oder kooperativ spielen – auch in langwierigen Modi wie der Master League. Neu dabei ist "Role Control", hier übernimmt jeder Spieler einen Mannschaftsteil – etwa die Angreifer oder das defensive Mittelfeld, statt sich einfach bei der Ballführung abzuwechseln.

Dies konnte zwar nicht ausreichend ausprobiert werden, ihre Umsetzung stößt jedoch bei anderen Reviews auf positives Echo. Bei Gamespot ist man etwa der Meinung, dass man diese Option zu einem Standard in allen Fußballsimulationen machen sollte.

Stabiles Online-Spielerlebnis

Wenngleich man Steam kritisch gegenüber stehen kann: Die Verlagerung auf Valves Plattform hat das Multiplayer-Erlebnis für PC-Spieler seit letztem Jahr deutlich vereinfacht. Statt umständlich mit einer Konami ID herum zu hantieren, ist das schnelle Online-Match nur noch wenige Schaltflächen entfernt. Und dankenswerter Weise hat man auch den Netzcode mittlerweile im Griff.

Sämtliche Partien verliefen ohne nennenswerter Schwierigkeiten. Online setzt Konami dem "Ultimate Team"-Modus von "FIFA" ein Pendant namens "myClub" gegenüber. Wie gut dieser funktioniert und angenommen wird, bleibt noch abzuwarten. Skeptisch stimmt die dem "Vorbild" entsprechende Implementation von Mikrotransaktionen für den Erwerb von Ingame-Währung, womit sich der Erwerb guter Kicker für das eigene Dream-Team beschleunigen lässt.

Fazit: Geschmacksfrage

Am Ende gilt es, die eine wichtige Frage zu beantworten: Wer ist besser – "FIFA" oder "PES"? Da beides exzellente Spiele sind, lässt sich keine dezidierte Empfehlung für einen der beiden geben. Wer den realistischeren, aber dadurch auch oft langsameren und nicht immer spektakulären, Fußball mag, sollte zu Konamis Kick greifen. Wer es gerne flotter hat und von Torszene zu Torszene eilen will, ist wohl bei "FIFA" besser aufgehoben.

Rund ums Spielfeld schenken sich die beiden Reihen wenig. "FIFA" muss man aber freilich den Lizenzbonus zugestehen. Mit vollständigen Originalnamen und -spielern dürfen bei "PES" derzeit nicht einmal die PC-Spieler rechnen – ein Umstand der langfristig den Fortbestand der Serie abseits der Konsolen gefährden könnte. (Georg Pichler, derStandard.at, 23.11.2014)

  • "PES 2015" ist für PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360 und PC erschienen.

    "PES 2015" ist für PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360 und PC erschienen.

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