Heimische Energiepreise auf Dreijahrestief

21. November 2014, 11:17
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Treibstoffe und Heizöl waren im Oktober sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich günstiger, anders sieht es beim Gaspreis aus

Wien - Der Energiepreise in Österreich sind im Oktober dank weiterer Sprit-Verbilligungen auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gesunken. Gegenüber dem September gab der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) um 1,6 Prozent nach, der stärkste monatliche Rückgang seit November 2012. Und im Jahresabstand, gegenüber Oktober 2013, ging er um 1,7 Prozent zurück.

Im Vergleich dazu verringerte sich das allgemeine Preisniveau in Österreich (VPI) binnen Monatsfrist um 0,1 Prozent und erhöhte sich im Jahresabstand um 1,6 Prozent.

Treibstoffe waren im Oktober im Monats- und Jahresvergleich um 1,8 beziehungsweise 3,1 Prozent billiger. Bei den Dieselpreisen wurde mit 2,0 Prozent im Monatsabstand der stärkste Rückgang seit Juni 2012 verzeichnet; zugleich war Diesel damit so günstig wie seit Februar 2011 nicht mehr. Superbenzin verbilligte sich gegenüber dem September um 1,4 Prozent.

Deutliche Kluft zwischen Diesel und Superbenzin

Im Jahresabstand war Diesel im Oktober um 5,1 Prozent günstiger als ein Jahr davor, Superbenzin nur noch 0,1 Prozent billiger. Die Preise der beiden Treibstoffen haben sich im letzten halben Jahr somit deutlich auseinanderentwickelt, denn im April kosteten beide Spritsorten noch 2,6 Prozent weniger als ein Jahr davor.

Heizöl zeigte im Oktober die stärkste Verbilligung aller im EPI abgebildeten Energieträger: Im Monatsabstand fiel der Preis um 4,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahr sogar um 7,6 Prozent. Damit befand sich der Heizölpreis auf dem niedrigsten Wert seit Jänner 2011.

Fernwärme verteuerte sich im Jahresabstand um 5,0 Prozent, gegenüber dem September gab es einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent.

Strom billiger

Strom verbilligte sich gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent und war im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent günstiger. Der Gaspreis blieb im Monatsvergleich, wie schon seit Jahresanfang, unverändert. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte er sich aber um 0,6 Prozent, was auch die erste Verteuerung binnen Jahresfrist seit März 2013 darstellte.

Feste Brennstoffe verteuerten sich im Monats- und Jahresvergleich um 1,6 beziehungsweise 3,9 Prozent. Dabei gab es bei Brennholz die stärksten Teuerungen - und zwar um 1,7 Prozent im Monatsabstand und um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Holzbriketts waren um 1,7 Prozent teurer als im Vormonat, kosteten aber um 2,1 Prozent weniger als ein Jahr davor. Der Preis für Holzpellets stieg im Monatsabstand um 1,1 Prozent, gab im Jahresvergleich aber um 3,4 Prozent nach. (APA, 21.11.2014)

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