Vodafone zu Spionagevorwurf: Keine Hinweise auf Gesetzesbruch

21. November 2014, 08:56
1 Posting

Snowden-Leaks über Zusammenarbeit von GCHQ und Telekommunternehmen

Der britischen Telekommunikationskonzern Vodafone hat nach eigenen Angaben im Zusammenhang mit jüngst erhobenen Spionagevorwürfen keine Hinweise auf gesetzeswidriges Verhalten gefunden. Dies gelte für Vodafone ebenso wie für die 2012 übernommene Tochter Cable&Wireless, die im Zentrum der Vorwürfe steht, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

Aus Snowden-Unterlagen

Der WDR berichtete, dass große Telekommunikationsunternehmen offenbar stärker in das Internet-Überwachungsprogramm des britischen Geheimdienstes GCHQ verstrickt seien, als bislang bekannt. Der Sender berief sich auf Dokumente des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden, die er sowie der NDR, die "Süddeutsche Zeitung" und der britische Fernsehsender Channel4 hätten einsehen können. Besonders gut dokumentiert sei die Zusammenarbeit zwischen dem GCHQ und Cable&Wireless. 2009 sollen weiteren Unterlagen zufolge rund 70 Prozent der ausgeleiteten Datenmenge, auf die der GCHQ Zugriff gehabt habe, über die heutige Vodafone-Tochter gelaufen sein.

"Kein Zugang zu Kundendaten"

Vodafone betonte laut WDR, das Unternehmen gestatte "Geheimdiensten und staatlichen Behörden in keiner Form den Zugang zu Kundendaten", es sei denn, man sei "von Gesetzes wegen dazu verpflichtet und erhalte entsprechende Aufforderungen". Man habe auch geprüft, ob bei Cable&Wireless vor der Übernahme durch Vodafone alles korrekt gelaufen sei. Man habe dabei "keinerlei Hinweise auf Verhalten gefunden, das den Gesetzen in Deutschland, Großbritannien und der EU widerspricht." Der britische Geheimdienst lehnte eine Stellungnahme ab. (Reuters, 21.11.2014)

Share if you care.