Simmering: Neue Bezirksvorsteherin kämpft um absolute Mehrheit

20. November 2014, 18:10
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Eva-Maria Hatzl wird am Freitag angelobt, sie will die Unterschiede der SPÖ zur FPÖ besser herausarbeiten

Wien - Obwohl die Wiener Roten 2010 auch in Simmering deutlich Stimmen verloren haben, war der Bezirk bei der vergangenen Bezirksvertretungswahl jener, wo die SP noch am besten abschneiden konnte: 49 Prozent gaben ihre Stimme für die Roten ab. Ein Jahr vor der nächsten Wahl verabschiedet sich Bezirksvorsteherin Renate Angerer nun in die Pension. Ihre Nachfolgerin heißt Eva-Maria Hatzl, die 61-Jährige wird am Freitag von Bürgermeister Michael Häupl angelobt.

Die Amtsübergabe kommt nicht überraschend, sagt Hatzl zum STANDARD. Man habe sie bewusst vor der nächsten Wahl angesetzt, damit sich das Team noch einarbeiten könne. Hatzls Ziel ist es, 2015 wieder die absolute Mehrheit im Bezirk zu erreichen. Sie setzt auf das Schulsanierungsprogramm und den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und fordert hier eine Verstärkung der Straßenbahnlinien 6 und 71. Längerfristig angedacht ist auch die Verlängerung der U-Bahn-Linie U3 bis Kaiserebersdorf.

Strategien überlegen

Abgrenzen will sich Hatzl von der FP, die der SP bei der letzten Wahl im Bezirk schon näher gekommen war: 34 Prozent stimmten für die Blauen. "Persönlich kann ich gut mit ihnen", sagt Hatzl. In den kommenden Wochen werde sich die Partei aber Strategien überlegen, um Unterschiede besser herauszuarbeiten.

Hatzl, bisher Gemeinderätin, lebt seit 48 Jahren in Simmering. Sie war die Ehefrau des 2011 gestorbenen langjährigen Stadtrats und Landtagspräsidenten Johann Hatzl. (rwh, DER STANDARD, 21.11.2014)

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