Verbraucherschützer bemängeln Amazons Cybermonday-Woche

20. November 2014, 15:40
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Schnäppchenangebote sind oft "aufgeblasen"

Deutsche Verbraucherschützer kritisieren die Rabattangebote von Amazon in der sogenannten Cybermonday-Woche. Ein Test der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ergab nach deren Angaben vom Donnerstag, dass Amazon oftmals mit "aufgeblasenen" Preisnachlässen werbe. Viele Preisnachlässe beruhen demnach auf dem Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller.

Vorgerechnet

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) ist nach Ansicht der Verbraucherschützer keine gute Vergleichsgröße, da kaum ein Händler, Amazon selbst inbegriffen, seinen Kunden die Ware zum Empfehlungspreis der Hersteller verkaufe. Einen Kopfhörer mit der UVP von 199 Euro etwa würde Amazon auch abseits seiner Rabattaktion verbilligt für 144 Euro anbieten. Wenn der Konzern im Rahmen der Cybermonday-Woche den Kopfhörer für 99 Euro anbiete und mit 50 Prozent Rabatt werbe, dann handle es sich eigentlich nur um einen Nachlass von 31 Prozent, erklärten die Verbraucherschützer.

Preissuchmaschinen

Die Verbraucherzentrale rät Kunden daher, mit Hilfe von Preissuchmaschinen die Amazon-Angebote auf den Prüfstand zu stellen. Der US-Onlinehändler startet seit 2010 nach dem Thanksgiving-Fest in den USA auch hierzulande einmal im Jahr seine Cybermonday-Woche mit Sonderangeboten. (APA, 20.11.2014)

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