Ausbreitung von Ebola in zwei Ländern nicht mehr flächendeckend

20. November 2014, 14:41
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Ärzte ohne Grenzen weitete Aktivitäten in Mali aus

Freetown/Conakry/Monrovia - Im Kampf gegen Ebola gibt es inzwischen nach UNO-Angaben Hoffnungsschimmer. In zwei der am schwersten betroffenen Länder weite sich die Seuche nicht mehr flächendeckend aus, teilte die Weltorganisationsorganisation (WHO) am Mittwochabend in Genf mit.

In den westafrikanischen Staaten Guinea und Liberia sei die Zahl der Neuinfektionen nicht mehr überall, wenngleich in einigen Landesteilen und Städten noch vergleichsweise stark angestiegen. In Sierra Leone breitet sich die Epidemie noch in großen Gebieten aus.

Insgesamt stieg die Zahl der registrierten Ebola-Fälle auf 15.141 in sechs Ländern. 5.420 Patienten starben. Hinzu kämen wahrscheinlich zahlreiche Infektions- und Todesfälle, die nicht registriert werden konnten, betonte die WHO.

Der Kampf gegen die Seuche sei dank wachsender ausländischer Hilfe in den drei am stärksten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone verstärkt worden. So stünden inzwischen mehr als 1.000 Betten in 18 Zentren zur Verfügung, es kämen weitere Kapazitäten zur Behandlung infizierter Menschen hinzu.

Nach dem Auftreten eines Falls von Ebola in Bamako, der Hauptstadt von Mali, am 11. November hat Ärzte ohne Grenzen (MSF) die Aktivitäten ausgeweitet, um die Krankheit an einer weiteren Ausbreitung zu hindern. Ein Team aus Kayes, wo der erste Ebola-Fall in Mali entdeckt worden war, ist vergangene Woche nach Bamako gereist, um den dortigen Einsatz zu unterstützen, teilte die Organisation mit. In Mali sind laut WHO bisher sechs Ebola-Fälle registriert worden. Fünf der Patienten starben.

Ärzte ohne Grenzen warnte, dass es vor allem in den ersten Tagen nach dem Auftreten eines neuen Ebola-Falls von größter Bedeutung sei, rasch und gut koordiniert zu reagieren. Nur dadurch könne kann man einem möglichen Ausbruch zuvorkommen.

Ein weiteres Team von Ärzte ohne Grenzen ist unterdessen zur Erkundung des Hilfsbedarfs im Grenzgebiet mit Guinea aktiv, wo neue Ebola-Fälle entdeckt wurden. (APA, 20.11.2014)

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