EU-Kommission akzeptiert Kompromiss zu Plastiksackerln

19. November 2014, 13:48
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Timmermans: EU-Staaten müssen Vorgaben umsetzen

Brüssel - Die EU-Kommission akzeptiert den jüngsten Kompromiss zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament zu der geplanten Reduktion von Plastiksackerln. Die Vereinbarung sei wichtig, um den Abfall einzudämmen, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, am Mittwoch in Brüssel.

"Wir werden nicht gegen diese Vereinbarung zwischen dem Rat und dem Parlament sein", sagte Timmermans weiter. Doch seien die EU-Staaten alleine für die Umsetzung der Vorgaben auch zuständig. Sie dürften sich dann nicht über zu viel Bürokratie beschweren. "Es könnte Probleme bei der Umsetzung geben. Dann sollen sie aber nicht zu uns zurückkommen." Die EU-Kommission werde Vertragsverletzungsverfahren starten, wenn die Vorgaben nicht umgesetzt werden.

Durch den am Montag erzielten Kompromiss soll der durchschnittliche Sackerlverbrauch pro Jahr und pro Kopf von derzeit rund 200 bis zum Jahr 2019 auf etwa 90 verringert werden, bis 2025 dann auf 45 Sackerl jährlich. Die Neuregelung betrifft Einwegsackerl, die Konsumenten in vielen Geschäften kostenlose an der Kassa erhalten. (APA, 19.11.2014)

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