Teure Pflaster: Wiener Kohlmarkt auf Platz elf

19. November 2014, 12:59
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Die Spitzenmiete wird an der Upper Fifth Avenue in New York bezahlt, sie liegt mit 2.485 Euro pro Quadratmeter auf Platz eins

Geschäftsmieten von bis zu 400 Euro je Quadratmeter im Monat machen große Teile der Wiener Innenstadt – besser bekannt als Goldenes Quartier – vor allem für internationale Modedesigner erschwinglich. Der Luxus hat in René Benkos Quartier Einzug gehalten, schwarzen Fassaden und schicke Verkäufer sorgen für die Noblesse.

Mit einer durchschnittlichen Miete von 370 Euro pro Quadratmeter rangiert der Wiener Kohlmarkt mittlerweile auf Platz elf der teuersten Einkaufsstraßen der Welt. Auch Graben und Kärntner Straße sind mit Mieten von 300 Euro ein teures Pflaster, ermittelte das Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield.

Vergleicht man die Preise mit anderen Toplagen, relativiert sich allerdings die Sache: Weltweit den Spitzenplatz belegt die Upper Fifth Avenue in New York mit einer Monatsmiete von 2.485 Euro pro Quadratmeter. Sie verwies damit Hongkongs Causeway Bay (1.942 Euro) auf den zweiten Platz. Unverändert auf Rang drei liegen die Pariser Champs-Élysées (1.104 Euro). Mietpreissteigerungen um 25 Prozent ließen die Pitt Street Mall (721 Euro) in Sydney von Platz acht auf fünf klettern.

Weltweit stiegen die Mieten in den Top-Einkaufslagen zwischen Oktober 2013 und September 2014 um durchschnittlich 2,4 Prozent. Die Mieten am Wiener Kohlmarkt blieben gegenüber 2013 unverändert hoch, jene in der Mariahilfer Straße sanken sogar um zehn Prozent auf 135 Euro pro Quadratmeter im Monat, geht aus der Erhebung in 330 Einkaufsmetropolen in 65 Ländern hervor.

Auch Linz ist ein teures Pflaster

Unter den teuersten Einzelhandelsstandorten in Österreich befinden sich auch die Landstraße in Linz mit Mieten von 130 Euro pro Quadratmeter, Salzburgs Getreidegasse mit 125 Euro sowie die Herrengasse in Graz und die Maria-Theresien-Straße in Innsbruck mit je 110 Euro monatlicher Miete. Teuerster deutschsprachiger Standort ist die Bahnhofsstraße in Zürich (621 Euro) – sie liegt im weltweiten Ranking auf Platz neun. In Deutschland steht die Münchner Kaufingerstraße (365 Euro) an der Spitze.

Der amerikanische Kontinent verbuchte mit 5,8 Prozent das stärkste Wachstum im Spitzensegment. In der Region Asien-Pazifik stiegen die Mieten im Schnitt um 3,6 Prozent, wobei sich der traditionell lebhafte Markt in Hongkong durch den Rückgang der Einzelhandelsausgaben und einen geringeren Anstieg der Touristenzahlen schwächer zeigte, analysiert Cushman & Wakefield. In Europa stiegen die Spitzenmieten durchschnittlich um 2,3 Prozent. In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) lag der Anstieg bei 1,3 Prozent, was auf den starken Einbruch im Nahen Osten zurückzuführen sei. (APA/red, 19.11.2014)

  • Glanz und Glamour in der Wiener Innenstadt.
    foto: apa/neubauer

    Glanz und Glamour in der Wiener Innenstadt.

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