Im Mak: Bitte noch ein Foto!

30. November 2014, 10:26
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Der Seele der Fotografie widmet man sich vier Tage im Wiener Mak

Allzu lange fristete die Fotografie ein Dasein als mehr oder weniger gut behandelte kleine Stiefschwester der bildenden Kunst. Doch mehr und mehr schaffte sie es, sich ihr eigenes Terrain nicht nur zu erobern, sondern mannigfaltig zu erweitern. Ab welchem Punkt sie allerdings selbst zur Kunst wird, ist wieder eine andere Frage.

foto: zoltan adorjani

Antworten verschiedenster Art gibt noch bis Sonntagabend die Veranstaltung "photo::vienna" im Wiener Museum für angewandte Kunst. Von 27. 11. bis 30. 11. geht hier allerlei über die Bühne, das Fotografie zwischen den Polen Voyeurismus und Exhibitionismus beleuchtet.

foto: severin koller

Der weite Bogen spannt sich von Architektur-, Porträt-, Werbe- und Editorialfotografie bis hin zur Reportage. Das Museum versteht sich dieser Tage als Schaufenster, in das eine breite Öffentlichkeit schauen soll. Aber auch als Forum für Profis, also Fotografen, Galeristen, Kuratoren oder Sammler soll das Projekt verstanden werden.

foto: romy rebecca rodiek

Zu sehen gibt es 76 Arbeiten, die eine elfköpfige Jury ausgewählt hat, darunter Elfie Semotan, Matthias Herrmann oder Marketingmann Tom Wallmann. Zu hören gibt's auch einiges, etwa wenn Bettina Leidl, Eva Schlegel und der Werber Alex Wiederin über "Fotografie zwischen Plakatwand & Museum" parlieren. Moderiert wird dies am 28. 11. (19 Uhr) von RONDO-Leiter Stephan Hilpold. Rechtsanwalt Alfred Noll referiert am 29. 11. (14 Uhr) über das Urheberrecht im Zeitalter von Google und Facebook. (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 21.11.2014)

"photo::vienna", Werkschau 2014, Donnerstag, 27. 11. bis Sonntag, 30. 11. in der Säulenhalle des Museums für angewandte Kunst, Stubenring 5, 1010 Wien.

www.photovienna.at

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