"Dragon Age: Inquisition" in Indien gesetzlich verboten

18. November 2014, 15:27
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Homosexuelle Romantik als Ursache vermutet – Widersprüche zwischen EA und lokalem Distributor

Indische Games-Freunde werden auf den neuesten Rollenspiel-Hit "Dragon Age: Inquisition" verzichten oder sich das Spiel über Umwege besorgen müssen. Denn, wie Publisher Electronic Arts bekannt gegeben hat, der Verkauf in dem Milliardenstaat wurde kurz vor dem offiziellen Release nun eingestellt. Betroffen sind auch Pakistan und Bangladesch.

"Um nicht gegen lokale Inhaltsregelungen zu verstoßen, hat EA 'Dragon Age: Inquisition' aus dem Verkauf genommen", heißt es aus dem Konzern gegenüber Kotaku. Dementsprechend wurden auch die Vorbestellungen abgedreht, wer das Game bereits geordert hat, erhält den bezahlten Betrag refundiert.

Widersprüche

Konkretere Angaben machte der lokale Distributor Milestone Interactive gegenüber NDTV. Dort erklärte man, das Spiel habe es aufgrund der Abbildung homosexueller Erotikszenen nicht durch die Zensur geschafft. EA bestätigt dies allerdings nicht und erklärt, dass die gesetzlichen Einschränkungen nicht spezifisch gleichgeschlechtliche Romantik betreffen würden.

Eurogamer gibt außerdem zu bedenken, dass die beiden älteren Titel der "Dragon Age"-Reihe, als auch die ebenfalls von Bioware umgesetzten "Mass Effect"-Spiele trotz derselben Möglichkeiten in Indien weiterhin problemlos erworben werden können. (gpi, derStandard.at, 18.11.2014)

  • "Dragon Age: Inquisition" kommt aufgrund strenger Inhaltsrichtlinien in Indien nicht auf den Markt.

    "Dragon Age: Inquisition" kommt aufgrund strenger Inhaltsrichtlinien in Indien nicht auf den Markt.

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