US-Marine setzt Laserkanonen zur Drohnenabwehr ein

18. November 2014, 11:50
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Testsystem "LAws" auf Kriegsschiff im persischen Golf installiert – kann Ziele in Brand setzen

Die US-Marine plant eine Aufrüstung ihrer Kriegsschiffe mit Laserkanonen. Es handelt sich bei dem System, das nun erstmals für den Testbetrieb auf einem Schiff installiert wurde, um eine Maßnahme, die unter anderem zur Abwehr von Drohnen dienen soll.

Der Prototyp des "Laser Weapon System" (Laws), der auf dem amphibischen Transportschiff USS Ponce seit August zum Einsatz kommt, operiert mit einem 30-Kilowatt-Laser. Er ist bugseitig montiert und verfügt über verschiedene Feuermodi, wie Bloomberg berichtet.

Erfolgreiche Tests

Diese reichen von einem weithin sichtbaren Warnlicht bis hin zu einem zerstörerischen Strahl, mit dem sich Drohnen beschädigen und sogar kleine Boote in Brand setzen lassen können. In vorhergehenden Tests konnte sich das Lasersystem bereits bewähren. Man verspricht sich auch Ersparnisse – ein Schuss kostet weniger als einen Dollar, während Munition für traditionelle Waffensysteme deutlich teurer ist.

Steuerung wie Videospiel

Die USS Ponce ist Teil der fünften Flotte und im persischen Golf stationiert und testet die neue Waffe damit erstmals unter Realbedingungen. Man will herausfinden, wo die Limits des Systems liegen – etwa in Hinsicht des Energieverbrauchs. Für die Bedienung ist ein eigener Offizier an Bord zuständig. Die Steuerung ähnelt dabei laut Beschreibung von Naval Technology einem Videospiel-Controller.

Erweist sich auch dieser Probelauf als erfolgreich, soll Laws auch auf weiteren Schiffen zum Einsatz kommen. (gpi, derStandard.at, 18.11.2014)

  • Die Laserwaffe bei einem Test im Jahr 2012.
    foto: us navy

    Die Laserwaffe bei einem Test im Jahr 2012.

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