Bombendrohung in Wiener Millennium-City: Einkaufszentrum geräumt

18. November 2014, 14:25
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Mann wurde von Wega verhaftet

Wien – Wegen einer Bombendrohung ist die Millennium-City in Wien-Brigittenau am späten Dienstagvormittag geräumt worden. Ein Kommando des Entschärfungsdiensts des Innenministeriums wurde eingesetzt. Ein Mann hatte sein Kind festgehalten und behauptet, Sprengstoff bei sich zu haben. Die Wega nahm den 34-Jährigen fest, das vierjährige Kind blieb unverletzt. Sprengstoff wurde bei dem Mann nicht gefunden.

Die Polizei war gegen 10.30 Uhr alarmiert worden, rund 900 Personen wurden aus dem Gebäude evakuiert. Zuvor hatte der Mann mit seiner Tochter einen Indoor-Park betreten und zu schreien begonnen.

Etwa 100 Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Bombendrohung in dem 2.300 Quadratmeter großen Indoor-Spielplatz. "Der 34-Jährige hat auf einmal laut zu schreien begonnen", sagte der Geschäftsführer. Nachdem ihn die Angestellten daraufhin aufforderten, die Räumlichkeiten im fünften Stock des Gebäudes zu verlassen, drohte er mit der Bombe. "Er forderte danach die Angestellten auf, sie sollen die anderen Kinder aus dem Park bringen", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Evakuierung um Handelskai

Nachdem der Geschäftsführer über den Vorfall informiert wurde, alarmierte dieser umgehend die Security und diese in der Folge die Polizei. Aufgrund der Bombendrohung wurde zudem der Verfassungsschutz zum Tatort gerufen, berichtete Eidenberger. Im Zuge der Evakuierung wurde das Areal rund um die Millennium-City für den öffentlichen Verkehr gesperrt, auch die Wiener Linien konnten die Station Handelskai nicht befahren. Im Gebäude überraschten inzwischen die eingetroffenen Wega-Polizisten den unbewaffneten Mann und nahmen ihn nach kurzer Gegenwehr fest.

Spürhunde durchsuchten das Stockwerk auf Sprengstoff, dabei wurden auch zwei Taschen kontrolliert, deren Herkunft ungeklärt war, gefunden wurde jedoch nichts. Um 11.40 Uhr wurde die Evakuierung wieder aufgehoben, sagte Eidenberger. Die Vierjährige wurde in eine nahe gelegene Polizeiinspektion gebracht, wo bereits die von der Exekutive verständigten Brüder auf sie warteten. Hintergründe und Motive der Tat waren am Dienstagnachmittag noch nicht bekannt. (APA, 18.11.2014)

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