Britische Pornofilter auch gegen Terror-Propaganda

18. November 2014, 09:49
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Regierung hat mit den größten Providern Ausweitung des Jugendschutzes vereinbart

Die britischen Internet-Provider müssen ihre Inhaltsfilter erweitern. Neben pornografischen Seiten soll in Zukunft auch Terror-Propaganda gesperrt werden. Die vier Anbieter British Telecom, Virgin, Sky und Talk Talk haben einer Forderung der britischen Regierung für mehr Jugendschutz im Internet zugestimmt, berichtet der Guardian.

Filter und Meldeknopf

Einerseits sollen Seiten mit terroristischen und extremistischen Inhalte von den Filtern erfasst werden. Andererseits soll es einen Knopf geben, über den Nutzer entsprechende Inhalte melden können. Nähere Details zur Umsetzung dieser Funktion gibt es noch nicht. Zudem sollen Facebook, Google, Yahoo und Twitter kleineren Unternehmen helfen, ihre Standards zu erhöhen, um besser mit diesen Inhalten umgehen zu können.

Wöchentlich Tausende Objekte gelöscht

In Großbritannien ist die Counter Terrorism Internet Referral Unit dafür zuständig, extremistische Inhalte aufzuspüren und zu löschen. Durchschnittlich würden laut Bericht in der Woche 1.000 Online-Objekte gelöscht, die gegen den Terrorism Act 2006 verstoßen.

Kritik

Ähnliche Maßnahmen mussten die Provider bereits gegen pornografische Inhalte umsetzen. Nutzer, die Seiten mit Erwachsenen-Content ansurfen wollen, können sich davon jedoch abmelden. An der Filterung pornografischer Seiten gibt es jedoch viel Kritik, da versehentlich auch viele andere Websites betroffen sind, wie die Open Rights Group im Sommer berichtet hat. (red, derStandard.at, 18.11.2014)

  • Großbritannien will nach pornografischen Inhalten auch Terror-Propaganda im Internet filtern.
    foto: epa/arnoüburgi

    Großbritannien will nach pornografischen Inhalten auch Terror-Propaganda im Internet filtern.

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