Obama will US-Politik bei Geiselnahmen im Ausland überdenken

18. November 2014, 07:46
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Reaktion auf gestiegene Gefahr durch "Terrorgruppen" wie IS

Washington - Vor dem Hintergrund mehrerer von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) ermordeter Geiseln hat US-Präsident Barack Obama eine Überprüfung des Prozederes bei Verschleppungen von Staatsbürgern im Ausland angeordnet.

Das Nachrichtenportal "The Daily Beast" veröffentlichte am Montag (Ortszeit) ein Schreiben des Pentagon, aus dem hervorgeht, dass sich die Überprüfung auf verschiedene Bereiche stützen soll: den Einsatz der betroffenen Familien, Geheimdienstmaterial sowie diplomatische Bemühungen.

Das Schreiben ist dem Portal zufolge auf Dienstag vergangener Woche datiert. Am Sonntag, also einige Tage danach, hatte der IS ein Video veröffentlicht, in dem ein maskierter Mann erklärt, den US-Bürger Peter Kassig ermordet zu haben. Neben dem mutmaßlichen Täter ist ein abgeschlagener Kopf zu sehen. Die USA stuften die Aufnahmen als echt ein. Die Anordnung, die US-Politik bei Geiselnahmen im Ausland zu überprüfen, sei eine Folge der jüngst gestiegenen Gefahr durch "Terrorgruppen", hieß es nun in dem veröffentlichten Schreiben.

Der IS hatte in der jüngsten Vergangenheit außer Kassig vier weitere westliche Geiseln enthauptet und Aufnahmen der Taten ins Internet gestellt. Unter den Opfern waren auch zwei US-Journalisten. (APA, 18.1.2014)

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