David Cameron warnt vor Rückkehr der Krise

17. November 2014, 12:06
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Sechs Jahre nach dem finanziellen Zusammenbruch, der die Welt in die Knie gezwungen hat, blinken für den britischen Premier wieder die Warnlichter

London - Dass es mit der Weltwirtschaft wieder bergauf geht, wird allerorts heftig gewünscht und gehofft. Allein die Realität bleibt seit geraumer Zeit hinter den Erwartungen zurück. Alle Indikatoren verweisen derzeit eher auf Stagnation. Wer optimistisch ist, verweist auf die leichte Erholung.

Der britische Premierminister David Cameron ist indes derzeit eher unter den Pessimisten zu finden. Er warnt vor einem Rückfall der Weltwirtschaft in die Krise. Grund seien die geopolitischen Risiken und das Dümpeln der Konjunktur in der Euro-Zone sowie in den Schwellenländern, schrieb Cameron in einem Beitrag für die britische Zeitung "Guardian". "Sechs Jahre nach dem finanziellen Zusammenbruch, der die Welt in die Knie gezwungen hat, blinken wieder die roten Alarmlampen auf der Schalttafel der Weltwirtschaft", so der Premierminister.

Rezessions-Risiko

Cameron verwies vor allem auf das Risiko einer Rezession in der Euro-Zone, dem wichtigsten Handelspartner Großbritanniens. Aber auch die Verlangsamung des Wachstums in den Schwellenländern, die stockenden Welthandelsgespräche, die Ebola-Epidemie sowie die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine machten den Ausblick der Weltwirtschaft ungewiss, schrieb er.

Die Wirtschaft Großbritanniens sei anders als viele Volkswirtschaften in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich gewachsen, unterstrich der konservative Regierungschef, dem im Mai eine Parlamentswahl bevorsteht. Tatsächlich schaffte Großbritannien laut EU-Kommission 2014 mit 3,1 Prozent das stärkste Plus der großen Industriestaaten. Allerdings war das Vereinigte Königreich auch mit deutlich stärkeren Blessuren aus der Wirtschafts- und Finanzkrise herausgekommen und wächst nun von einem vergleichsweise niedrigeren Niveau. (APA/red, derStandard.at, 17.11.2014)

  • David Cameron hält die derzeitige Lage für wenig beruhigend.
    foto: reuters/plunkett

    David Cameron hält die derzeitige Lage für wenig beruhigend.

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