Android 5.0: Root für Nexus-Geräte veröffentlicht

17. November 2014, 10:34
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Für alle aktuell unterstützten Smartphons und Tablets - Android-Sicherheitsverbesserungen mit Konsequenzen

Vor wenigen Tagen hat Google mit der Auslieferung von Android 5.0 an die Geräte seiner Nexus-Linie begonnen. Gewohnt flott reagiert nun die Community auf diese Entwicklung: Der Android-Entwickler Chainfire hat mittlerweile eine neue Version von CF-Auto-Root
veröffentlicht, die mit "Lollipop" zusammenarbeitet.

Einfach

Die Installation ist dabei vergleichsweise einfach: Unter Windows, Linux und OS X lässt sich ein Skript ausführen, das die gesamte Arbeit übernimmt. Allerdings muss das jeweilige Geräte zuerst in den Fastboot-Modus versetzt werden. Dies funktioniert bei den meisten aktuellen Nexus-Geräten über das gleichzeitige Drücken der Power- und Volume-Down-Knöpfe im ausgeschalteten Zustand.

Support

Zu den offiziell unterstützten Geräten gehören Nexus 4, 5, 7 (2012 und 2013), 9 sowie das Tablet Nexus 10. Nur die LTE-Versionen des Nexus 7 müssen noch warten, da es bisher keine Android-5.0-Update für diese gibt. Auch das - bislang praktisch nicht erhältliche - Nexus 6 muss noch warten.

Keine Probleme

Chainfire hatte übrigens vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass Android 5.0 das Rooten deutlich erschwere. An dieser Einschätzung ändert auch die jetzige Release nichts, da sich Nexus-Geräte problemlos entsperren lassen. Etwaige Schwierigkeiten sind also nur für die Smartphones und Tablets anderer Hersteller zu erwarten.

Auswirkungen

Ein Wort der Warnung zum Schluss: Wer sein Nexus-Geräte rootet, sollte sich bewusst sein, dass damit künftig auch sämtliche Systemupdates manuell vorgenommen werden müssen. Der bislang gerne genutzte Trick Root vorübergehend wieder zu entfernen, funktioniert mit Android 5.0 nicht mehr.

Erklärung

Dies da OTA-Updates von Google nicht mehr als Patches für einzelne Dateien sondern auf Blockebene des Dateisystems vorgenommen werden. Und jede Modifikation an dieser Stelle verändert die Checksumme - auch wenn sie nachträglich wieder entfernt wird. Google macht dies aus zwei Gründen: Einerseits ermöglicht dies "Verified Boot", wodurch die Systemsicherheit weiter erhöht wird. Zudem wird das Einspielen von Updates erheblich beschleunigt. (apo, derStandard.at, 17.11.2014)

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    grafik: google
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